Black Mountain Transmitter: Ein Dickicht Aus Grüblerischer Düsterfolklore

[Black Mountain Transmitter: Ein Dickicht Aus Grüblerischer Düsterfolklore]

Mit seiner filigranen Schichtung von analogen Synthesizern, obskuren Electronica und Field Recordings irdischer Naturalklänge vertont der Nordire J.R. Moore als Black Mountain Transmitter auf „Black Goat Of The Woods“ die Welt von Shub-Niggurath, der schwarzen Ziege der Wälder, einer finsteren Gottheit aus H.P. Lovecrafts Cthulhu-Mythos. Es dröhnt, brummt, ächzt, knarrt, blubbert, schabt und rauscht: die Sounds sind kaum identifizierbar, kaum lokalisierbar, der Klang im steten Wandel, die Stimmung mysteriös.

Nebulöse Erscheinungen huschen durchs Dunkel, verzerrte Bilder winden sich. Eine kleine Melodie schiebt sich durch die zähe Masse gespenstischer Drones, nur um gleich wieder spurlos im Nichts zu verschwinden. Irgendwo in der Ferne, tief in einer Hallwolke verborgen, taucht eine Sakralorgel auf. Dieses seltsame Ding namens „Black Goat Of The Woods“ ist eine Art Endlos-Drone, eine Musik ohne notwendigen Anfangs- oder Endpunkt, ein immer weiter schreitendes Dickicht aus grüblerischer Düsterfolklore.

Die im November 2010 von Aurora Borealis veröffentlichte CD-Version von „Black Goat Of The Woods“ (ABX046) ist eine Neuauflage der ursprünglichen CDR-Edition (2009) auf Moores eigenem Label Lysergic Earwax. Eine limitierte Tape-Auflage ist im September 2010 bei Auris Apothecary (AAX-021) erschienen.

September 16, 2011 | Musikstreifzug
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