Dalglish: Benacah Drann Deachd

dalglish-obscure

Dalglish ist eines der Synonyme, unter denen der in Berlin lebende Amerikaner Chris Douglas seine schrägen Elektronik-Verknotungen unters Volk bringt. Er verbindet zeitgenössische elektronische Musik mit IDM, Industrial und Musique Concrète zu feingliedrigen Klanglandschaften zwischen Autechre und Iannis Xenakis. „Benacah Drann Deachd“ überzeugt mit seiner Kombination von digitalen Glitches, Field Recordings und düster-kühlen Elektrambienzen. Rhythmisch verschachtelte Mikrobeats werden in Binärcode zerlegt, ineinander geschoben und zu vielschichtigen Texturen verwoben. Noisige Synths schneiden wie Messer durch die Membranen der Lautsprecher, während unerklärliche und scheinbar wahllos umherwabernde Samples für beklemmende Atmosphäre sorgen. Trotz des mechanischen Produktionsprozesses dieser tief elektronischen Musik, klingen die Tracks sehr organisch. Elf dystopisch-düstere Klangkonstrukte, die faszinieren und fesseln.

“Benacah Drann Deachd“ ist eine Zusammenstellung von unveröffentlichtem Dalglish-Material aus dem Zeitraum 2001-2011. Das Album ist im Mai 2011 bei Highpoint Lowlife erschienen.

June 7, 2011 | Musikstreifzug
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