Klangverhältnisse [klaŋˌfɛɐ̯ˈhɛltnɪsə], Berlin. Seit 1827.
–Fundstücke aus abgelegenen Nischen zeitgenössischer Musik

Seirom: 1973 – Grell Leuchtende Verwirrung

Eine schillernde Zusammenbringung von Pracht und Abgrund ist Mories de Jong (Gnaw Their Tongues, Aderlating) als Seirom gelungen. Auf „1973″ wird epischer Synth-Bombast durch fieseste Filter geschickt und in Black Metal-Ästhetik verpackt, um als grell leuchtender Ambient-Noise-Strahl Verwirrung zu stiften. Sehr speziell, sehr eigen.

Secret Bids: In Hex – Ein Audiokryptogramm

In diesiger Atmosphäre fügt der Australier Damon Black als Secret Birds körnige Loops, synthetische Texturen und trippige Riffs zum Audiokryptogramm „In Hex“ zusammen. Die neblig-fuzzige Trias aus Kraut, Psych und Drone erzeugt eine sich ständig wandelnde, durch schleierhafte Unwirklichkeiten kriechende Klanglandschaft.

Ehnahre: Old Earth – Eine Obskure Zwischenwelt

Von der Prosa des irischen Avantgardisten Samuel Beckett ausgehend, erschafft das Avantgarde-Doom-Trio EHNAHRE das lichtarme Abstraktum „Old Earth“. Dynamik, Kontraste, Details, Brüche und Gegenbewegungen bestimmen die äußerst komplexen Strukturen und Arrangements. Death, Doom, Jazz und Ambient werden in tiefes Schwarz getaucht, durch die Mangel gedreht und als versiert fragmentierte Atonalität auf den Hörer losgelassen.

The Austrasian Goat: Paved Intentions

Während sich die bisherigen Veröffentlichungen von THE AUSTRASIAN GOAT relativ strikt in den Regionen von pechschwarzem Metal-Wahnsinn aufhielten, so besteht „Paved Intentions“ ausschließlich aus nebulös-obskurem Freakfolk. Hinter zarten Akustikgitarren verwirbeln, verknoten und verirren sich subtil diverse Ebenen von Texturen und schrägem Instrumentarium, was für eine unwirkliche, düstere Stimmung sorgt. Klingt in etwa so, als hätte sich BURIAL HEX an einer Kreuzung von James Blackshaw und HORSEBACK versucht.

Raime: Quarter Turns Over A Living Line

Das Londoner Duo RAIME setzt Splitter von Industrial, Techno, Dark Ambient und Drone exquisit zu tiefschwarzen Klangerlebnissen zusammen. Nach drei EPs legen Joe Andrews und Tom Halstead nun mit „Quarter Turns Over A Living Line“ ihr erstes Album vor. Dezente Pecussions führen durch ein lichtarmes Labyrinth aus bizarren Formen, diffusen Erscheinungen und obskuren Wendungen.

Neuere Beiträge Ältere Beiträge