
Das schwedische Trio JUNIP existiert bereits seit den späten 1990er Jahren. Bandaktivitäten gab es jedoch stets nur sporadisch: Immer wieder pausierte die Band – vor Allem zugunsten der Soloaktivitäten von José González, dem derweil zu einigem Ruhm gekommenen Indie-/Folk-Barden argentinischer Abstammung. Im Jahre 2008 beschlossen José Gonzaléz (Gitarre, Gesang), Elias Araya (Drums) und Tobias Winterkorn (Orgel, Moog) dann jedoch die Projekthaftigkeit der Konstellation beiseite zu schieben und fortan im heimatlichen Göteborg sowohl fest, als auch fokussiert an einem Album zu arbeiten.
Zwei Jahre später ist Jetzt – und JUNIPs Debütalbum “Fields” hat soeben das Licht der Welt erblickt. In der Manier der Mitte des Jahres als Appetizer vorrausgescickten EP “Rope And Summit” kreiert das Trio darauf einen warmen, ungewöhnlichen Sound, der eine präzise Nennung von externen klanglichen Bezugspunkten nicht wirklich zulässt. Mit einer organischen, größtenteils rein akustisch gehaltenen Instrumentierung sowie einem äußerst ausgefuchstem Songwriting basteln JUNIP einen krautigen Folkpop zusammen, der lieblich, geheimnisvoll und tiefgründig daher kommt. Die Trio-Konstellation verleiht dabei jedem Mitspieler reichlich Raum seine eindrucksvolle Musikalität zu entfalten. Aus der Verbindung von Gonzalez’ mit Nylonsaiten bespannter Akustikgitarre, Winterkorns mystifizierend jebbelnden Orgeln und schneidend knarzendem Synthies mit Arayas lässig performten Jazz-Rhythmen und Latin-Grooves sowie den oftmals kryptisch und gern leicht düsteren, mehr gehaucht, als gesungen vorgetragenen Lyrismen erwächst eine herrlich unaufgeregte Atmosphäre optimistischer Melancholie.
Junip – In Every Direction (“Fields”: City Slang, 2010)
Junip – Sweet & Bitter (“Fields”: City Slang, 2010)
Auf “Fields” finden sich elf ausgesprochen kraftvolle und dynamische, dabei aber trotzdem stets subtil und intim anmutende Songs versammelt. Mit ihren durchdacht und gekonnt gewebten, sich sanft um den Hörer schmiegenden Akustikdecken vermittelt das herausragendes Trio JUNIP eine wohlige Geborgenheit in Klang.























