Entzerrung: LabelHibernate ::Entzerrung

hibernate

What’s the full name of your label? Which city is the home of your label? Do you run any sub-labels?
The full name I suppose is Hibernate Recordings but I just refer to it as Hibernate. We’re based in a small town called Hebden Bridge which is in the hills of West Yorkshire, UK. Rural Colours is our sublabel we release 3″ CDr ep’s on a subscription basis and release digitally for free or sometimes a paid download.

Why did you choose that name? Which meaning do names of labels have for their work?
Hibernate was inspired by both my love for sleepy ambient music as well as the unpredictable, momentary, and quiet solitary beauty of the moors that surround where I live. Rural Colours is pretty much the same but also I borrowed it from a track title from an old favourite band Hood.

When did you start the label? What where initial motivations, what the initial idea?
The label started in July 2009, I wanted to support my favourite ambient artists as well as make a product that people would cherish.

How many people do work for the label?
Just me, but also my wife helps out with the sewing on the limited editions.

What criteria decide about whether you release a record or not?
If I love the music or if I’m a fan of the musician I will release it, as simple as that.

Vinyl, CD or MP3? And why?
I’m not a huge fan of MP3′s and much prefer something physical. I really love the 3″ CDr format the most, then CD and vinyl.

Which record from your back-catalog represents the label best, aesthetically, ethically and musically?
I don’t think there is any one record that defines either hibernate or Rural Colours. Each release represents my taste at the time, it’s forever changing, much like the weather around here, unpredictable and momentary.



Auf hibernaterecordings.bandcamp.com können zwei Label-Sampler angehört und gratis heruntergeladen werden.

www.hibernate-recs.co.uk

MusikstreifzugTim Hecker: Musikalischer Transzendentalismus

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Der aus dem kanadischen Montreal stammende Klangkünstler Tim Hecker hat mit seinen bisherigen Alben diverse Facetten im Bereich Ambient/Drone/Abstract ausgelotet. Mit seinem sich kontinuierlich wandelndem Œuvre hat er die Zuhörer immer wieder zum Hinterfragen, Diskutieren und Wahrnehmen nicht nur seiner, sondern auch von Klangkonstrukten ganz allgemein herausgefordert. Mit “Ravedeath, 1972″ hat er nun sein unheilvollstes Album bisher veröffentlicht.

Die Stücke auf “Ravedeath, 1972″ basieren allesamt auf Orgelklängen, die Hecker in einer Kirche in Island aufgenommen hat. Mit Hilfe von Synthesizern und manipulativen Eingriffen in die Tonspuren hat Hecker eine klangliche Unterwelt geschaffen, welche die Live-Performance und die akribische Studioarbeit kunstfertig zu einer akustischen Einheit verschmilzt. Die subtile Vielschichtigkeit des Sounds, mit all seinen feinen Nuancierungen, ist beim flüchtigen Hören gar nicht zu erfassen, aber wohl ein gewichtiger Grund, warum man immer wieder wie süchtig auf das Album zurück kommt: Jeder neue Hördurchgang verrät ein neues, ungehörtes Klanggeheimnis. Selbst in den extremsten Momenten wohnt dem Sturm aus pfeiffenden Obertönen und fiesen Feedbacks eine Art eisige Feierlichkeit inne, die wie eine Hörbarmachung der Einsamkeit des Winters anmutet. “Ravedeath, 1972″ enthält zwölf düstere, klaustrophobische Soundgebilde, die irritieren, gar verängstigen, mit ihrer kühlen Enthaltsamkeit aber auch zu verzaubern wissen.

Tim Heckers “Ravedeath, 1972″ ist am 14.Februar 2011 als krank154 auf 2xLP und CD bei Kranky erschienen.

MusikstreifzugBen Frost: An Der Kehle Gepackt

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Frost reminds us that minimalism was never just the polished sheen of Reich and Glass, but also the sweat and grime of Michael Gira’s Swans. A deeper, darker minimalism – menacing and claustrophobic” (The Wire)

Der in Australien geborene Ben Frost zählt aktuell zu den innovativsten und wegweisendsten Klangkünstlern. Diesen Ruf hat ihm vor Allem sein beeindruckendes 20006er Album “Theory Of Machines” eingebracht. Von Boomkat wurde seine Arbeitsweise gar als “future of electronic music” (vgl.) geadelt.

Frosts Ästhetik ist geprägt von Drastik und Kontrast. Seine experimentellen Soundgebilde speisen sich aus Technik, Material und Stimmung so diverser Genres wie Minimal Music, Noise, Drone, IDM, Post-Punk und Black Metal. Gitarren-, Piano- Streicher- und Blächbläser-Klänge sowie gänzlich synthetische Sounds begegnen sich auf Augenhöhe, werden gegeneinander ausgespielt, ineinander verwoben und komplett auseinander gepflückt. Wie aus dem Nichts schieben sich wummernde Texturen in fragile Minimal-Abienzen und wachsen dann langsam, aber unerbittlich zu bedrohlichen Düsterlärm. Konventionelle Songstrukturen werden zugunsten der sorgsamen Entfaltung unheimlicher und schwer durchdringbarer Klangnebelfelder vermieden.

Das 2009er Album “By The Throat” entstand gänzlich in Frosts Wahlheimat Island. Wohl nicht ganz zufällig sind die neuen Stücke ähnlich schroff, physisch herausfordernd und voller mysteriöser Energien, wie die dortige Landschaft. Im Vergleich zum Vorgänger ist die die Kontraste härter, die Atmosphäre beklemmender, emotionale Intensität höher. Die Liste der Musiker, die bei der Produktion unterstützend oder ergänzend wirksam waren, unterstreicht die musikalische Offenheit Frosts: Neben Komponist Nico Muhly, dem musikalischen Tausendsassa Valgeir Sigurðsson, ARCADE FIRE-Drummer Jeremy Gara, Soundtüftler David Lettelier (aka Kangding Ray) und Folk-Musiker Sam Amidon, sind hier auch Sounds des isländischen Streichquartetts AMIINA (u.a. Tour-/Studio-Begleitung von SIGUR ROS) und der schwedischen Brutalmetaller CROWPATH zu hören. Feinster Stoff!


Sowohl “Theory Of Machines” als auch “By The Throat” sind beim isländischen Label Bedroom Community jeweils als LP, CD und Download erscheinen.

MixtapeMein 2010 In Ambient, Drone & Abstract

Nach “Doom, Sludge, Hardcore & Noise” sowie “Indie(rock) & Psychperiment” bildet der heutige “Ambient, Drone & Abstract”-Mix den Abschluss der Klangverhältnisse-Jahresrückblick-Trilogie 2010. Ich freu mich auf ein klangvolles 2011!

MusikstreifzugBrian McBride: Effektives Abkoppeln

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Als eine Hälfte des Duos STARS OF THE LID stellt Brian McBride schon seit mehr als 15 Jahren seine ausserordentlichen Fähigkeiten im Umgang mit minimalen Drones und Ambienzen unter Beweis. Die cineastischen Qualitäten seines Schaffens hat McBride nun als Solo-Projekt dem Dokumentarfilm “Vanishing Of The Bees” zur Verfügung gestellt.

Der Film von George Langworthy und Maryam Henein beschäftigt sich mit den Folgen des zunehmenden Verschwindens von Honigbienen aus dem Ökosystem. Entlang der vier großen Themen des Films – die Majestätik der Bienen, die Ausdauer und Nöte traditioneller Imker, das Problem mit Pestiziden sowie die ganzheitliche Natur der nicht-industriellen Landwirtschaft – entwickelt McBride seine cineastische Drones mit Hang zum Neoklassischen. Aus der sorgfältigen Instrumentierung mit flächigen Streichern, zaghaften Bläsern, farbenfrohen Pianotupfern, dezenten Elektronika und wirkungsvollen Halleffekten ergeben sich elf bezaubernde Suiten, die stets nackdenklich, aber immer auch hoffnungsvoll klingen.


Weite Teile des Soundtracks von “Vanishing Of The Bees” wurden im Oktober 2010 als “The Effective Disconnect” auf CD und LP bei Kranky veröffentlicht.

myspace.com/brianmcbrideofstarsofthelid | www.kranky.net

Entzerrung: LabelSonic Pieces ::Entzerrung

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Wie ist der korrekte Name des Labels? In welcher Stadt seid ihr zu Hause? Gibt es Sublabel?
Sonic Pieces. Berlin. Sublabel gibt es nicht wirklich, aber ich plane eine 7″-Serie mit dem Namen Seven Pieces, die aus genau 7 Platten bestehen wird. Die erste kommt im Dezember und ist von Simon Scott. Weiter geht es dann 2011 mit Steven Broderick.

Warum habt ihr diesen Namen gewählt? Was bedeuten die Namen von Labels für deren Arbeit?
Auf den Namen kam ich eher zufällig, und es gab ihn bereits bevor ich das Label gestartet hab. Ein Labelname steht sicherlich immer auch als Marke, um sich im Musik-Dschungel orientieren zu können. Im besten Fall verbirgt sich dahinter nicht nur ein bestimmter Stil von Musik, sondern ein Gesamtkunstwerk.

Wann wurde das Label ins Leben gerufen? Was waren ursprüngliche Beweggründe, die ursprüngliche Idee?
Offiziell 2009, jedoch gab es 2008 schon drei CD-Rs, allerdings ohne die Absicht ernsthaft ein Label zu starten. Ich war auch anfangs eher daran interessiert, Verpackungen für CDs zu machen. Das Label hat sich dann eher zufällig entwickelt, da ich plötzlich Musik von Freunden hatte, die veröffentlicht werden wollte.

Wieviele Leute arbeiten für das Label?
Ich mache fast alles alleine, arbeite jedoch mit einem Grafiker zusammen, der alle Layouts für meine CDs macht.

Welche Kriterien entscheiden darüber, ob ihr eine Platte veröffentlicht oder nicht?
Wenn ich ein Album/Demo höre und nachdem es zu Ende ist sofort nochmal ‘play’ drücken muss, dann ist das ein gutes Zeichen für eine Veröffentlichung.

Vinyl, CD oder MP3? Und warum?
Ich veröffentliche hauptsächlich CDs, da es schwierig wäre, die Cover, die ich mache, für Vinyl in ausreichend hohen Auflagen herzustellen, und die Verpackungen ein wichtiger Teil des Gesamtkonzeptes sind. MP3′s gibt es ergänzend, um die Musik auch noch verfügbar zu haben, nachdem die CDs ausverkauft sind.

Welche Platte aus eurem Backkatalog repräsentiert das Label ästhetisch, ethisch und musikalisch am adäquatesten?
Ich denke, eine einzige Platte würde nie ausreichen, um das Label angemessen zu repräsentieren. Für mich ist jede Veröffentlichung ein wichtiger Teil des Ganzen, sowohl musikalisch als auch ästhetisch.



www.sonicpieces.com

MusikstreifzugHildur Guðnadóttir: Der perfekte Soundtrack zum nächtlichen Wandeln im Wald

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Die Cellistin Hildur Ingveldardóttir Guðnadóttir ist eine musikalisch weit gereiste Musikerin. Als festes Mitglied der Fat Cat-Band STORSVEIT NIX NOLTES und loser Teil des Folktronic-Kollektivs MÚM, ist die Isländerin nämlich u.a. auch bei Projektarbeiten mit den finnische Elektro-Dekonstruktionalisten PAN SONIC oder den Avantgarde-Noise-Experimentalisten THROBBING GRISTLE, bei neo-klassischen Duetten mit dem deutschen Avantgarde-Pianisten Volker Bertelmann aka Hauschka oder bei Bühnen-Kollaborationen mit Field Recordings-Künstler und Performer BJ Nilsen sowie in der Tätigkeit als klassische Dirigentin und Komponistin anzutreffen.

Dieses seit Jahren praktizierte Oszillieren zwischen den Sphären der Klassischen Musik und des Rock, zwischen dem Cellospiel als Beruf und dem Interesse an modernen Technologien, ist Symptom von Guðnadóttirs Versuch der frei von Genre-Assoziation erfolgenden Zusammenbringung von Tradition und Gegenwart, von Konzerthalle und Artspace, von meditativen Zuständen und energetischen Improvisationen.

“Mount A” ist das erste Solo-Album der Isländerin – und “Solo” meint hier strikt solo: der Fremdinput wurde bewusst so gering wie möglich gehalten. Guðnadóttir verzaubert den Hörer mit unglaublich bewegenden Drone-Ambient-Kompositionen. Die elf, von brummenden Celli dominierten Stücke, werden gelegentlich mit Gambe, Zither, Gamelan und Khuur angefüttert, so dass eine verträumt-gemütliche Soundwelt entsteht, die beinahe unvergleichbar eigen klingt. Besinnliche, melancholische und spannende Musik, die es schafft den Hörer zu packen und an einen fernen, friedvollen Ort zu versetzen. Auch Stephen O’Malley hebt den Daumen.

Hildur Guðnadóttir – In Grey (“Mount A”: Touch, 2010)

“Mount A” ist ursprünglich bereits 2006 unter Guðnadóttirs Alias LOST IN HILDURNESS auf dem isländischen 12 Tónar-Label erschienen und wurde jetzt in einer von Denis Blackham (u.a. auch THE WHO, MERZBOW, Jimi Hendrix) remasterten Version vom britischen Label Touch Music als non-Pseudonym-Version neu aufgelegt.

www.hildurness.com | www.touchmusic.org.uk

MusikstreifzugAm Abgrund Der Dinge: This Will Destroy You

this will destroy you - moving on the edge of things

Kurz vor der Veröffentlichung des mit Spanung erwarteten neuen Albums “Tunnel Blanket” schieben THIS WILL DESTROY YOU und Magic Bullet noch einen hübschen Vinyl-Happen als Appetizer voraus. Das Texanische Quartett zeigt sich Anno 2010 von den allseits bekannten, durch zahllose, überstrapazierende Imtatsversuche in die Klischee-Sackgase manövrierten Vorgehensweisen des Postrock-Genre abgerückt und einer deutlich experimentellen Ausrichtung zugewand. Die beiden Stücke auf “Movin On The Edge Of Things” sind Dokumente von der Erwachsenwerdung der Band. Sie belegen die Entwicklung weg von der Frontalservierung von Fragilem und “einfach Schönem” auf “Young Mountain” sowie “This Will Destroy You”, hin zur Schaffung von herausfordernd profundem Hörgenuß.

Das knapp 10-minütige, langsam brütende “Rituals” beginnt mit düsteren Drones und räumt sich in ambienthaft zögerndem Suchen einen zukunftsfrohen Blick frei, während die B-Seite “Woven Tears” als fieser Nosie-Stampfer mit Industrial-Feeling daher kommt. Eine Platte zum Zuhören, Entdecken und Genießen.

This Will Destroy You – Rituals (from Moving On The Edge Of Things 12″)

Das gute Stück kommt in limitierter Auflage als 12″ Picture Disc und ist direkt über Magic Bullet zu beziehen. Offizielles Release-Datum ist Dienstag, der 10.August 2010. [via]

twdy.tumblr.com | www.magicbulletrecords.com

Entzerrung: LabelImportant ::Entzerrung

plattenlabel_important

What’s the full name of your label? Which city is the home of your label? Do you run any sub-labels?
I run a label called Important. We are located in Graveland, Massachusetts in the United States and I do not
run any sub labels.

Why did you choose that name? Which meaning do names of labels have for their work?
The name was chosen because it is a word people use often to describe music. Obviously, the value of any particular piece of music’s importance is entirely subjective.

When did you start the label? What where initial motivations, what the initial idea?
I started the label in 2001 and the initial motivation was to create a record label with a vast array of artists that I am interested in. Since I don’t listen to any one genre of music exclusively I wanted to create a label that ecompassed a broad range of sounds.

How many people do work for the label?
Two full time employees (including myself) and a few part timers.

What criteria decide about whether you release a record or not?
It’s so complex I don’t even know where to start. Essentially I have to find the record to be interesting and have some faith that I will, at least, break even financially.

Vinyl, CD or MP3? And why?
All of them though my primary focus is on manufacturing CDs and LPs.

Which record from your back-catalog represents the label best, aesthetically, ethically and musically?
The label has been curated in such a way that no one record could represent the label. The label is collectively represented as the sum of its parts.

www.importantrecords.com

MusikstreifzugThis Will Destroy You: Black Dunes (Live)

<a target="_blank" href="http://vimeo.com/12519831" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/vimeo.com/12519831?referer=');">This Will Destroy You &#8211; Black Dunes</a> from <a target="_blank" href="http://vimeo.com/user397814" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/vimeo.com/user397814?referer=');">wearepostrock</a> on <a target="_blank" href="http://vimeo.com" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/vimeo.com?referer=');">Vimeo</a>.

Auf wearepostrock.com sind einige sowohl klanglich, als auch optisch sehr ansprechende Mitschnitte eines THIS WILL DESTROY YOU-Konzertes in Montreal, Kanada zu sehen. Die Clips zeigen den gefühlvollen, introspektiven Umgang des Quartetts mit beruhigender Langsamkeit, eindrucksvollen Crescendi und ambienthaften Drones, sowie der passigen Zusammenbringung all dieser. Das Stück “Black Dunes” wird auf “Tunnel Blanket”, dem bereits in den Startlöchern stehenden, zweiten Album der Texaner, enthalten sein und gibt somit einen guten Ausblick auf das was da auf uns zu kommt. [via]

twdy.tumblr.com

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