
Einfach weil es ein so großartiges Album ist.


Kurz vor der Veröffentlichung des mit Spanung erwarteten neuen Albums “Tunnel Blanket” schieben THIS WILL DESTROY YOU und Magic Bullet noch einen hübschen Vinyl-Happen als Appetizer voraus. Das Texanische Quartett zeigt sich Anno 2010 von den allseits bekannten, durch zahllose, überstrapazierende Imtatsversuche in die Klischee-Sackgase manövrierten Vorgehensweisen des Postrock-Genre abgerückt und einer deutlich experimentellen Ausrichtung zugewand. Die beiden Stücke auf “Movin On The Edge Of Things” sind Dokumente von der Erwachsenwerdung der Band. Sie belegen die Entwicklung weg von der Frontalservierung von Fragilem und “einfach Schönem” auf “Young Mountain” sowie “This Will Destroy You”, hin zur Schaffung von herausfordernd profundem Hörgenuß.
Das knapp 10-minütige, langsam brütende “Rituals” beginnt mit düsteren Drones und räumt sich in ambienthaft zögerndem Suchen einen zukunftsfrohen Blick frei, während die B-Seite “Woven Tears” als fieser Nosie-Stampfer mit Industrial-Feeling daher kommt. Eine Platte zum Zuhören, Entdecken und Genießen.
This Will Destroy You – Rituals (from Moving On The Edge Of Things 12″)
Das gute Stück kommt in limitierter Auflage als 12″ Picture Disc und ist direkt über Magic Bullet zu beziehen. Offizielles Release-Datum ist Dienstag, der 10.August 2010. [via]

What’s the full name of your label? Which city is the home of your label? Do you run any sub-labels?
I run a label called Important. We are located in Graveland, Massachusetts in the United States and I do not
run any sub labels.
Why did you choose that name? Which meaning do names of labels have for their work?
The name was chosen because it is a word people use often to describe music. Obviously, the value of any particular piece of music’s importance is entirely subjective.
When did you start the label? What where initial motivations, what the initial idea?
I started the label in 2001 and the initial motivation was to create a record label with a vast array of artists that I am interested in. Since I don’t listen to any one genre of music exclusively I wanted to create a label that ecompassed a broad range of sounds.
How many people do work for the label?
Two full time employees (including myself) and a few part timers.
What criteria decide about whether you release a record or not?
It’s so complex I don’t even know where to start. Essentially I have to find the record to be interesting and have some faith that I will, at least, break even financially.
Vinyl, CD or MP3? And why?
All of them though my primary focus is on manufacturing CDs and LPs.
Which record from your back-catalog represents the label best, aesthetically, ethically and musically?
The label has been curated in such a way that no one record could represent the label. The label is collectively represented as the sum of its parts.
Auf wearepostrock.com sind einige sowohl klanglich, als auch optisch sehr ansprechende Mitschnitte eines THIS WILL DESTROY YOU-Konzertes in Montreal, Kanada zu sehen. Die Clips zeigen den gefühlvollen, introspektiven Umgang des Quartetts mit beruhigender Langsamkeit, eindrucksvollen Crescendi und ambienthaften Drones, sowie der passigen Zusammenbringung all dieser. Das Stück “Black Dunes” wird auf “Tunnel Blanket”, dem bereits in den Startlöchern stehenden, zweiten Album der Texaner, enthalten sein und gibt somit einen guten Ausblick auf das was da auf uns zu kommt. [via]

“I write instrumental music and record it onto my laptop” – das ist die spärliche Information die einem der südenglische Tanzbettler a.k.a. James Simmons via Website mit auf den Weg gibt. Doch viel mehr Information braucht man auch gar nicht, denn die allesamt zwischen November 2008 und Juni 2009 mit Akusti- und Elektro-Gitarren, Mikrofon und Laptop allein von Simmons in seinem Schlafzimmer aufgenommen Stücke sprechen für sich. “What We Left Behind” (Self Released, Sep 2009) beinhaltet elf zerbrechliche, von Schwermütigkeit und Nostalgie, aber auch sympathisch-verträumter Zurückhaltung getragene Kompositionen, die Shoegaze, Neo-Folk, Field-Recordings und ambienthafte Drones derart miteinander verbinden, dass sie ohne Umschweife Traumreisen durch die eigene Seelenlandschft, die eigene Kindheit oder auch das britische Landschaft zu evozieren im Stande sind. Ein überaus starkes Debüt! [via]

Kurz nach der Veröffentlichung von “Circa Scaria” haben AN EMERALD CITY Mitte 2009 ihre neuseeländische Heimatstadt Auckland verlassen: Mit Kind, Kegel und bärenstarkem Debüt-Album unterm Arm sind sie für unbestimmte Zeit nach Berlin umgezogen, um fortan ihr Glück in Europa zu suchen.
Das vielköpfige Ensemble vom anderen Ende der Welt spielt instrumentalen Rock, der sich breit und zaghaft entfaltenden Postrock mit quasi-Psychedlischem und nahöstlichen Einflüssen kombiniert. Auf dem im Januar 2009 in einer Höhle am Strand von Whatipu, an der Westküste der Nordinsel Neuseelands aufgenommen Album wird klassisches Rock-Instrumentarium (Gitarre, Bass, Schlagzeug, Keyboard) um Violine, Sitar, Oud, Persische Laute und Perkussion ergänzt, was dem Ganzen eine ganz eigene Mystik und Schwere verleiht.
Obschon sich in den ebenso majestetischen, wie dramatischen Soundlandschaften stets das Schaffen von Bands wie GRAILS und GODSPEED YOU! BLACK EMPERROR wiederspiegelt, sind diese zu keinem Zeitpunk das Zeugnis von Imitation, sondern eine mit ästhetischer Sensibilität durchgeführte, gelungene Zusammenbringung von Bekanntem.

Krautrockig, kunstvoll, kritisch. “They’ve Got Blood Like We’ve Got Blood” ist eine auf 125 Stück limitierte und längst vergriffene CD-R EP der WHITE HILLS. Das gute Stück erschien 2005 auf dem britischen Label Fuck Off & Di. (Foto: Ahmad Masood [via])
Teil IV der “Black Tar Prophecies”-Reihe der GRAILS kommt am 11.Mai 2010. Klingen soll das Ganze nach Ausagen der Band wie ein Mix “of Satanic backmasking tape collage and ultra-melancholy Italian suspense shit”. Die EP erscheint als limitierte 1500er Vinyl Auflage bei Important Records. Sie beinhaltet fünf neue Stücke (zwei davon sind hier zu hören) und dient als quasi-Appetizer für das in der zweiten Jahreshälfte 2010 erscheinende neue Album der Portland-Formation.

Die GRAILS haben mit “Doomsdayer’s Holiday” eins der eigenwilligsten Alben des letzten Jahres vorgelegt. Darauf werden mächtige Gitarrenriffs und kosmische Freejazz Erkundungen mit psychedelisch-rauchiger, nahöstlicher Musik in einem 70er-Jahre-Film-Noir-Feeling verdichtet. In dieser Art und Weise sowie in der dargebotenen Konsequenz können die GRAILS damit getrost als einzigartig bezeichnet werden. Um einige musikalische, ästhetische und allgemeine Positionen der Band näher zu beleuchten, setzte ich mich mit den Jungs aus Portland in Verbindung und erhielt auf meine Fragen von Emil Amos (EA) und Alex Hall (AH) einige aufschlussreiche Antworten.
Die GRAILS werden oft als “eine Band voll Multiinstrumentalisten” bezeichnet. Wer spielt den tatsächlich welche Instrumente? Und da ihr ja eine große Auswahl an Klangerzeugern zu haben scheint: wer entscheidet bei der Arbeit an neuem Material darüber welches Instrument an welcher Stelle zum Einsatz kommt?
AH: Mit der Zeit hat es sich herauskristallisiert, dass jeder von uns für einen bestimmten Bereich der Instrumentierung verantwortlich ist. Das geschah ganz natürlich im Laufe der Zeit. Zak spielt alle akustischen Saiteninstrumente, wie 12-Saiter-Akustikgitarre, Saz und Oud, William spielt Piano und alle anderen Tasteninstrumente und so weiter. Normalerweise führt uns der Song bei der Wahl der Instrumente einfach; meistens ist es ziemlich offensichtlich was zu tun ist.
Eure aktuelle Scheibe “Doomsdayer’s Holiday” ist absolut knackig, fühlt sich aber gleichzeitig sehr frei und ungezwungen an. Was inspiriert euch solche Musik zu machen? Was ist überhaupt eure Motivation Musik zu machen?
AH: Warum sollten wir unserer Musik Begrenzungen auferlegen? Hätte das was mit guter Kunst zu tun? Für uns ist das was wir da machen einfach die einzig logische und ehrliche Weg zu versuchen rockbasierte Musik im Jahre 2009 zu machen. Es gab seit Jahren nichts Neues bezüglich Typen mit Gitarren und Schlagzeug. Wir lieben einfach jegliche gute Musik und diese Band ist unsere Möglichkeit all die Dinge die wir lieben zusammen zu bringen.
Musik und visuelle Präsentation der GRAILS haben immer so einen gruselig-düsteren Touch. Woher dieser Hang dazu?
EA: Kunst hat schon immer auch zur Kritik an der Massenkultur gedient. Wenn man zur Kommunikation einer Nachricht keine Worte zur Verfügung hat, dann muss man versuchen über klangliche Konstrukte an die Teile des Bewusstseins zu gelangen, an die man sonst nicht so einfach ran kommt. Eine der Stärken von Musik ist doch, dass Weiterlesen
Nochmal Nachschlag in Sachen Grails: Mal wieder ein Commercial (dieses Mal zur demnächst erscheinenden “Acid Rain” DVD) und mal wieder in dieser herrlich psychedelisch-düsteren Atmosphäre. Einfach groß!
The Grails DVD is finished!!,,, It’s called ‘Acid Rain’ and will be out on Temporary Residence in April — it features 6 music videos,, an entire live show in NYC (material from Doomsdayers/Impurities/Take Refuge),, also a 30 minute Movie called ‘Earlier Days’ featuring footage from the 2004 European tour, the recording of ‘Interpretations’ in London and live footage from CMJ in 2006 and Philly in 2008 (quoted from here)
Grails | Acid Rain DVD
Available April 2009 from Temporary Residence
www.temporaryresidence.com | www.grailsongs.com