Heut bin ich irgendwie beim französischen Label Arghh! Records hängen geblieben. Die haben nämlich einen kleinen, aber ziemlich feinen Backkatalog in petto und drei RICHTIG gute Postrock/Ambient-Platten in den Startlöchern. Wer auf Sachen aus dieser Ecke steht, sollte sich echt anschnallen, denn hier kommt in den nächsten Wochen/Monaten wirklich einiges auf uns zu!!!
Los geht es im Februar mit “Monolith” (Arghh!, Ar005, CD, 02/2008) von der britischen Formation IO. Die Stücke haben was von der Verspieltheit von EXPLOSIONS IN THE SKY oder FROM MONUMENT TO MASSES, münden aber immer wieder in brachialeren Parts, die schon fast in Richtung ISIS gehen. Das Album besteht aus den vier Songs der selbst publizierten “itwaslostinthefirewestarted” EP plus zwei ganz frisch aufgenommenen Tracks und ist das Debüt der Jungs aus Birmingham.
Im März erscheint dann “The Ancient Machine” (Arghh!, Ar006) von HADOKEN aus Massachusetts auf Vinyl. Auch diese Kombo ist relativ frisch dabei, das Album ist ihr erstes Full-Length. Sie schlagen eigentlich in eine ähnliche Kerbe wie IO – nur dass die ruhigen Parts ruhiger, GODSPEED Y!BE-mäßiger daher kommen und die lauten Parts mehr so in die Schrei-Hardcore-Ecke schielen. Erinnert mich in seiner Art ein wenig an die Level-Plane-Band BALBOA (nur ohne Gesang…) oder noch eher an deren Derivat ELDER (vgl. myspace.com/elderphiladelphia).
Die absolute Perle dann aber im April: Eine Split-12″ von THE MANTRA ABOVE THE SPOTLESS MELT MOON und GOD IS AN ASTRONAUT (Arghh!, Ar007); eine zuckersüße italienisch/irische Co-Produktion. GIAA sind sicherlich keine ganz Unbekannten; schon im letzten Jahr konnten sie auf ihrem tollen dritten Album “Far From Refuge” (Revive, RVECD008, 2007) mit verträumten, dabei aber kraftvollen Stücken begeistern. Veröffentlicht wurde das Teil damals auf dem bandeigenen Label Revive Records. Dieses Mal teilen sich die Iren also ein Arghh-Release mit den unbeschreiblich intensiven Neapolitanern von THE MANTRA ATSMM. Diese schaffen es eine gehörige Portion Energie auf den Tonträger zu bannen. Die Mittel sind dabei die herkömmlichen, aber irgendwie geschickt, knackig und sinnvoll arrangiert. Eckpunkte lauten auch hier: GODSPEED Y!BE, NORTH und EXPLOSIONS IN THE SKY. Wird hier sicher in Dauerrotation laufen…
Aber auch die älteren Arghh-Releases solltet ihr anchecken: GOODBYE DIANA überzeugen auf “Mobilhome” (12″, Ar001) tierisch verspielten, versierten Progressive/Math-Rock und erinnern dabei durchaus an JUNE OF 44, FUGAZI oder FRODUS. Dass MOTHERTRUCKER eine absolut schräge Band sind beweisen sie auf “Trebuchet” (CD, Ar004), auf der sie sich musikalisch irgendwo zwischen SLINT, ISIS und BLACK SABBATH bewegen. NO HAY DEAZ machen auf “3″ (CD, Ar003) ein Screamo/Postrock-Gebräu, ähnlich wie ENVY. Zu guter Letzt sei dann noch die überzeugende Noise/Hardcore-Band SOFY MAJOR erwähnt. Düster und schleppend bohren die sich durch ihren unbenannten Tonträger (CD, Ar002) und in die Gehörgänge des Zuhörers; ein echtes Klang-Inferno zwischen UNSANE, NEUROSIS, FRODUS und NORTH.
Anhören und -gucken könnt ihr euch den ganzen Spaß via Label Website von Arghh!-Records: www.myspace.com/arghhrecords. Dort findet ihr auch alle relevanten Links zu den Bands… Is’klaro, oder!?






















