MusikstreifzugPygmy Lush: Old Friends

pygmylush-hippiestyle

Mit ihrem neuen Album bekräftigen PYGMY LUSH aus Sterling, Virginia das, was sich schon auf dem 2008er Album “Mount Hope” als Tendenz abzeichnete: die raue Noiserock-Ausbrüche, die sich sowohl auf dem Debütalbum “Bitter River” als auch auf der Split-12″ mit TURBOSLUT (2009) noch, als musikalischen Wurzeln der Mitglieder, immer wieder zwischen die zartgliedrigen Akustikgitarren-Arrangements schoben, sind gänzlich aus dem Repertoire der Band verschwunden. Stattdessen beschränkt sich die Formation auf die Austruckstärke von aus Akustikgitarrenklimperei, lieblichen Harmonien, Klaviereinsprengseln und wabernden Ambienzen zusammengesetzter Behutsamkeit. “Old Friends” besteht aus zwölf folkigen Songs, die von einem Gefühl gespenstischer Verlassenheit und knirschender Introspektion dominiert werden.

PYGMY LUSH enstand 2005 aus den Trümmern der damals beinahe zeitgleich aufgelösten Formationen MALADY und MANNEQUIN. Aktuell besteht die Band aus Chris Taylor (PG.99, MANNEQUIN, MALADY), Mike Taylor (PG.99, CRESTFALLEN, MANNEQUIN, HARAM), Johnny Ward (PG.99, CITY OF CATERPILLAR, MALADY), Mike Widman (PG.99) und seit Neuestem Eric Kane (THE EXPLODER, STRIKE ANYWHERE).

Pygmy Lush – Yellow Hall (“Old Friends”: Lovitt, 2011) [mp3]
Pygmy Lush – In A Well (“Old Friends”: Lovitt, 2011) [mp3]

“Mount Hope” wurde von Kurt Ballou im Godcity Studio aufgenommen und gemischt. Das Album ist im April 2011 als LOV066 bei Lovitt veröffentlicht worden. Eine europäische Pressung ist bei Adagio830 in Planung.

MusikstreifzugFrodus: Neues Aus Dem Soundlab

frodus2010

Gut zehn Jahre nach der Trennung sind FRODUS im letzten Jahr zur großen Überraschung vieler auf einmal wieder auf den Plan getreten. Jetzt liegt mit “Soundlab 1″ (Lovitt) der erste Tonträger der Post-Hiatus-Phase vor. Neben den beiden Gründungsmitgliedern Shelby Cinca (THE CASSETTES, FRANTIC MANTIS, DECAHEDRON) und Jason Hamacher (DECAHEDRON, COMBATWOUNDEDVETERAN, BATTERY) ist nun der ehemalige STARKWEATHER und atuelle DILLINGER ESCAPE PLAN Bassist Steve Wilson dritter Mann im Post-Hardcore-Boot. Die beiden neuen Songs des Trios aus Washington, D.C. sind weniger Anknüpfung an die subtil geschichteten Sounds des phänomenalen 2001er Albums “And We Washed Our Weapons in the Sea” (Day After, 2000), sondern eher eine Rückkehr zu den wuchtig-krachigen Math-Hardcore-Verknotungen des seiner Zeit auf Tooth & Nail veröffentlichten Albums “Conglomerate International” (2009 DoLP-Reissue via Gilead Media).

<a target="_blank" href="http://lovitt.bandcamp.com/album/soundlab-1" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/lovitt.bandcamp.com/album/soundlab-1?referer=');">FRODUS Soundlab 1 by Lovitt</a>

Auch nach einer Dekade Funkstille klingen FRODUS noch immer enorm kraft- und elanvoll und lassen so manch andere aktuelle Post-Hardcore-Versuche ziemlich blass erscheinen.

www.frodus.com | www.lovitt.com

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