
Markus Fjellströms Darbietung auf der CTM11 gehörte für mich zu den beeindruckensten Erlebnissen des diesjährigen Festivals. In der Live-Präsentation seines aktuelle Albums “Schattenspieler” gelang es ihm, Bild und Klang so miteinander zu verzahnen, dass eines eben nicht nur als nette Nebenerscheinung zum Anderen in Erscheinung trat, sondern beide gleichberechtigt miteinander wirken konnten.
“Schattenspieler” klingt filmischer, düsterer und insgesamt auch etwas zugänglicher als die Vorgängeralben “Gebrauchsmusik” (Lampse, 2006) und “Exercises In Estrangement” (Lampse, 2005). Es ist eine wunderbare Zusammenbringung von düsteren Ambienzen, Elementen der Musique concrète und uralt klingenden, klassischen Instrumenten. Aus knisternden Ambient-Strukturen, meditativ kreisenden Drones, flüchtigen Melodien und schräg quitschendem Instrumentarium entwirft Fjellström eine detailreiche, furchteinflößende und irritierende Klanglandschaft, voller huschender Schatten und tiefschwarzer Abgründe. Die Musik entfaltet sich weitflächig, wirkt ob der postapokalyptisch anmutenden Dunkelheit, Kälte und Einsamkeit jedoch extrem beengend. Fjellström scheint darauf bedacht zu sein, seine Zuhörer – eher implizit, als offensichtlich – mit purem Grauen zu konfrontierem.
Das Album “Schattenspieler” kann auf der Miasmah-Website in voller Länge angehört und als CD oder LP käuflich erworben werden.






















