MusikstreifzugAn Emerald City: Beeindruckende Soundlandschaften vom anderen Ende der Welt

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Kurz nach der Veröffent­lichung von “Circa Scaria” haben AN EMERALD CITY Mitte 2009 ihre neuseeländische Heimatstadt Auckland verlassen: Mit Kind, Kegel und bärenstarkem Debüt-Album unterm Arm sind sie für unbestimmte Zeit nach Berlin umgezogen, um fortan ihr Glück in Europa zu suchen.

Das vielköpfige Ensemble vom anderen Ende der Welt spielt instrumentalen Rock, der sich breit und zaghaft entfaltenden Postrock mit quasi-Psychedlischem und nahöstlichen Einflüssen kombiniert. Auf dem im Januar 2009 in einer Höhle am Strand von Whatipu, an der Westküste der Nordinsel Neuseelands aufgenommen Album wird klassisches Rock-Instrumentarium (Gitarre, Bass, Schlagzeug, Keyboard) um Violine, Sitar, Oud, Persische Laute und Perkussion ergänzt, was dem Ganzen eine ganz eigene Mystik und Schwere verleiht.

Obschon sich in den ebenso majestetischen, wie dramatischen Soundlandschaften stets das Schaffen von Bands wie GRAILS und GODSPEED YOU! BLACK EMPERROR wiederspiegelt, sind diese zu keinem Zeitpunk das Zeugnis von Imitation, sondern eine mit ästhetischer Sensibilität durchgeführte, gelungene Zusammenbringung von Bekanntem.

<a target="_blank" href="http://anemeraldcity.bandcamp.com/album/circa-scaria" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/anemeraldcity.bandcamp.com/album/circa-scaria?referer=');">Circa Scaria by An Emerald City</a>

anemeraldcity.bandcamp.com

MusikstreifzugEin Hauch von Krankheit: Master Musicians Of Bukkake

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Ein wirklich saublöder Bandname und ein selten hässliches, abge­droschenes Cover-Artwork (Totenköpfe! Schlagen! Vögel!)! Dennoch, die Klänge – und um die soll es hier ja im Endeffekt gehen -, welche die MASTER MUSICIANS OF BUKKAKE in Form von “Totem One” (Conspiracy, CORE087, 2010) auf Tonträger gebannt haben, können durchaus faszinieren! Die Musik der Band aus Seattle steht unter großem ästhetischen Einfluss von Alejandro Jodorowskys cineastischem Schaffen; so begint das Album etwa auch mit der mantraartigen Anfangssequenz von dessen Film “The Holy Mountain”. Die siebenköpfige Formation (u.a. ehemalige Mitglieder von EARTH und THE ACCÜSED) versteht es geschickt mit Dynamik zu arbeiten und schwer psychedelisches Rock-Riffing mit einem starken Nahost-Einfluss zu verweben – und erinnert damit frappierend an das Œuvre der Portland-Postrocker GRAILS. Ein bisschen psychedelisch, ziemlich experimentell und ganz schön abgedreht!

Master Musicians Of Bukakke – People Of The Drifting Houses (“Totem One”: Conspiracy, 2010)

myspace.com/mastermusiciansofbukkake

TextwerkGrails – Ungalublich gelangweilt von westlichen Tonskalen und Rhythmen

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Die GRAILS haben mit “Doomsdayer’s Holiday” eins der eigenwilligsten Alben des letzten Jahres vorgelegt. Darauf werden mächtige Gitarrenriffs und kosmische Freejazz Erkundungen mit psychedelisch-rauchiger, nahöstlicher Musik in einem 70er-Jahre-Film-Noir-Feeling verdichtet. In dieser Art und Weise sowie in der dargebotenen Konsequenz können die GRAILS damit getrost als einzigartig bezeichnet werden. Um einige musikalische, ästhetische und allgemeine Positionen der Band näher zu beleuchten, setzte ich mich mit den Jungs aus Portland in Verbindung und erhielt auf meine Fragen von Emil Amos (EA) und Alex Hall (AH) einige aufschlussreiche Antworten.

Die GRAILS werden oft als “eine Band voll Multiinstrumentalisten” bezeichnet. Wer spielt den tatsächlich welche Instrumente? Und da ihr ja eine große Auswahl an Klangerzeugern zu haben scheint: wer entscheidet bei der Arbeit an neuem Material darüber welches Instrument an welcher Stelle zum Einsatz kommt?
AH: Mit der Zeit hat es sich herauskristallisiert, dass jeder von uns für einen bestimmten Bereich der Instrumentierung verantwortlich ist. Das geschah ganz natürlich im Laufe der Zeit. Zak spielt alle akustischen Saiteninstrumente, wie 12-Saiter-Akustikgitarre, Saz und Oud, William spielt Piano und alle anderen Tasteninstrumente und so weiter. Normalerweise führt uns der Song bei der Wahl der Instrumente einfach; meistens ist es ziemlich offensichtlich was zu tun ist.

Eure aktuelle Scheibe “Doomsdayer’s Holiday” ist absolut knackig, fühlt sich aber gleichzeitig sehr frei und ungezwungen an. Was inspiriert euch solche Musik zu machen? Was ist überhaupt eure Motivation Musik zu machen?
AH: Warum sollten wir unserer Musik Begrenzungen auferlegen? Hätte das was mit guter Kunst zu tun? Für uns ist das was wir da machen einfach die einzig logische und ehrliche Weg zu versuchen rockbasierte Musik im Jahre 2009 zu machen. Es gab seit Jahren nichts Neues bezüglich Typen mit Gitarren und Schlagzeug. Wir lieben einfach jegliche gute Musik und diese Band ist unsere Möglichkeit all die Dinge die wir lieben zusammen zu bringen.

Musik und visuelle Präsentation der GRAILS haben immer so einen gruselig-düsteren Touch. Woher dieser Hang dazu?
EA: Kunst hat schon immer auch zur Kritik an der Massenkultur gedient. Wenn man zur Kommunikation einer Nachricht keine Worte zur Verfügung hat, dann muss man versuchen über klangliche Konstrukte an die Teile des Bewusstseins zu gelangen, an die man sonst nicht so einfach ran kommt. Eine der Stärken von Musik ist doch, dass Weiterlesen

MusikstreifzugGrails: Acid Rain (Commercial)

Nochmal Nachschlag in Sachen Grails: Mal wieder ein Commercial (dieses Mal zur demnächst erscheinenden “Acid Rain” DVD) und mal wieder in dieser herrlich psychedelisch-düsteren Atmosphäre. Einfach groß!

The Grails DVD is finished!!,,, It’s called ‘Acid Rain’ and will be out on Temporary Residence in April — it features 6 music videos,, an entire live show in NYC (material from Doomsdayers/Impurities/Take Refuge),, also a 30 minute Movie called ‘Earlier Days’ featuring footage from the 2004 European tour, the recording of ‘Interpretations’ in London and live footage from CMJ in 2006 and Philly in 2008 (quoted from here)

Grails | Acid Rain DVD
Available April 2009 from Temporary Residence
www.temporaryresidence.com | www.grailsongs.com

MusikstreifzugGrails: Doomsdayer’s Holiday (Commercial)

Grails | Doomsdayer’s Holiday
Temporary Residence / CD|LP: TRR144 / Okt 2008
Wahnsinns Scheibe!!! www.grailsongs.com

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