MusikstreifzugBlonde Redhead: Lebenszeichen.

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Bedeckt hält sich das Trio aus New Yor City ja seit jeher. Drei Jahre sind seit dem letzten Album “23″, ja seit dem letzten wirklichen Lebenszeichen von BLONDE REDHEAD überhaupt ins Land gezogen. Anlässlich des Record Store Day (17.April 2010) hat 4AD nun eine limitierte 12”-Vinyl Compilation-EP namens “Fragments” (BAD3X17) veröffentlicht, auf der sich neben Stücken von GANG GANG DANCE und ARIEL PINK’S HAUNTED GRAFFITI eben auch ein neuer Track von BLONDE REDHEAD befindet. Dieser macht dem EP-Namen allerdings alle Ehre: “Not Getting There” ist als knapp zweiminütiges Song nur fragmentarischer Appetizer für das nächste Album. Wann das kommt ist – na klar! – derzeit völlig offen. Gut ist die Klangkost dennoch. [via]

Blonde Redhead – Not Getting There (“Fragments”: 4AD, 2010)

www.4ad.com | www.blonde-redhead.com

MusikstreifzugWhite Hills: Dead (Clip)

Der Song stammt vom aktuellen, selbstbetitelten Album der WHITE HILLS (Thrill Jockey, Thrill232, 2010). Das Video fängt meiner Meinung nach die Stimmung der Musik der WHITE HILLS ganz gut ein. Spooky!

MusikstreifzugTraumbilder aus der Vergangenheit: White Hills

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Die Space-Rocker WHITE HILLS aus NYC trans­portieren auf äußerst delikate Art und Weise den 60s-Psych ins 21. Jahrhundert. Sie spielen eine fuzzige, abgedrehte, alles andere als subtile Musik, die deutliche Rückgriffe auf Vergangenes aufweist, ohne dabei je auch nur ansatzweise anachro­nistisch zu klingen. Die Bandbreite reicht dabei von kurzen, knarzigen, fast punkrockig scheppernden Stücken, bis hin zu ausschweifenden, sich windenden, dronigen Psychedelic-Nummern. Die Songs sind vollgepackt mit Modulations- und Raumeffekten. Unter bauschigen Wolken verzerrter Gitarren schiebt sich bei Zeiten ein verträumter, sanfter Gesang hindurch. Wirkt insgesamt ziemlich hypnotisch und trippig. Nach diversen Alben seit 2005, erschien Anfang Februar dieses Jahres ein frisches, selbstbetiteltes Album auf Thrill Jockey (“White Hills”: Thrill232, 2010). Wer einen Hang zu 60s-Psych oder Krautrock hat, bzw. auf zeitgenössische Bands wie GRAILS oder QUEST FOR FIRE steht, sollte sich unbedingt und höchst dringend WHITE HILLS anhören! Klangmaterial derartiger Qualität gibt es nicht besonders oft.

White Hills – Three Quarters (“White Hills”: ThrillJockey, 2010)
White Hills – Under Skin Or By Name (“Glitter Glamour Atrocity”: Self Released, 2007)

www.whitehillsmusic.com | www.thrilljockey.com

Musikstreifzug“Lauf! Lauf um dein Leben!” schreit Julie von Made Out Of Babies

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Eine der besten Noiserock-Scheiben, die mir in den letzten Jahren unter gekommen ist “The Ruiner”, das aktuelle Album von MADE OUT OF BABIES. Die beiden Vorgänger “Trophy” (Neurot, NR036, 2005) und “Coward” (Neurot, NR046, 2006) besitzen beide gute Momente, lassen Gutes erahnen, wirken ingesamt aber doch immer etwas plump und unausgegoren. Dieses Manko hat die Band aus Brookly, NY mit “The Ruiner” mehr als ausgebügelt: Die Songs sind rau, wütend und wild – gleichzeitig aber auch von außerordentlicher Komplexität und Qualität. Zentrales Moment des Band-Oevres ist die extrem markante und chmarmante Vokaldarbietung der Sängerin Julie Christmas (auch BATTLE OF MICE). Sie ist technisch brutal versiert, aber ohne dabei Einbuße im emotionalen Ausdruck zu verzeichnen. Eine Verbindung, die äußerst rar ist im Rockgeschäft. Christmas singt, jault und gröhlt jeweils auf höchstem Niveau und ohne auch nur ein einziges Mal peinlich oder nervend zu sein. Gitarrist Brendan Tobin (ex-RED SPAROWES), Bassist Eric Cooper (der Gerüchten zu Folge übrigens auch Teil der sagenumwobenen, um Geoff Rickly von THURSDAY, Daryl Palumbo von GLASSJAW und Ben Koller von CONVERGE konstituierten Band UNITED NATIONS sein soll) und Drummer Matthew Egan schaffen es vertrackte Songstrukturen und akkordtechnische Schräglagen wie aus einem Guss klingen zu lassen. Trotz aller Zerpflückt- und Schrägheit behalten die Stücke stets den Groove und bilden eine druckvolle Grundlage, auf der sich Christmas stimmlich austoben kann. Etwas entfernt haben sich MOOB zudem vom stringenten Wühlen im Krach; benutz wird nun auch Ruhiges – doch nur, um damit die vorhandene Unruhe weiter zu schüren. Ein auf hohem Niveau enorm vielseitiges, verstörendes Album. Die CD-Version erschien bereits 2008 auf The End; die Vinyl-Version kommt demnächst via Magic Bullet (“due out Spring 2010″ laut Independent Label Collective). Und wieder einmal hat Brent Eyestone seinen vortrefflichen Geschmack bewiesen! Ich bin entzückt.

Made Out Of Babies – Cooker (©The End)

www.madeoutofbabies.com | myspace.com/madeoutofbabies

MusikstreifzugUnited Nations: The shape of punk that never came

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Eine Hammerscheibe, dieses erste, selbstbetitelte Album der sagneumwobenen UNITED NATIONS (Eyeball Rec, EYE20096, 2008)! Hinter den spärlichen Informationenn und Pressefotos mit Ronald-Reagan-Masken verbergen sich Geoff Rickly (THURSDAY-Sänger), Daryl Palumbo (GLASSJAW- und HEAD AUTOMATICA-Sänger) sowie Ben Koller (CONVERGE-Drummer). Ausserdem tauchen im Zusammenhang mit der Besetzung immer wieder die Namen Christopher “Chree” Conger (Ex-Drummer von THE NUMBER 12 LOOKS LIKE YOU), Eric Cooper (Bassist von MADE OUT OF BABIES) und Jonah Bayer (THE LOVEKILL) auf.

Ich würde fast soweit gehen und behaupten, dass die Jungs als UNITED NATIONS etwas geschaffen haben, dass ihre “Hauptbands” bei weitem übertrifft. Okay, die Songs besitzen vielleicht nicht die brutale Radikalität von CONVERGE oder die feine musikalische Breitwandigkeit von THURSDAY, wissen aber mit einer überzeugenden Mischung aus all den Charakteristiken ihrer anderen Bands eine derartige Heftigkeit zu entfalten, dass man sich den Klängen kaum entziehen kann. Die Songs sind derart gut geschrieben, dass sie auch nach dem hundertsten Durchgang keine Abnutzungserscheinungen aufweisen. Definitiv ein Kandidat für so seltsame “Platten des Jahres”-Listen. Pflichtstoff. Anhören!

United Nations – The Shape Of Punk That Never Came (“Selftitled”: Eyeball, 2008)

www.unitedfuckingnations.com | www.eyeballrecords.com

MusikstreifzugSometimes life may feel like it’s sucking you up…

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Sometimes life may feel like it’s sucking you up
But it’s not, it may be just you sucking
Sometimes life may feel just like you’re losing the race
But you’re not, you’re just letting everyone else win
Sometimes it feels like everyone’s being a dick
But they’re not, it’s just you being a dick to every one [...]
You wanna change the world? You better start with yourself!
Charity starts at home in the skin you’re in
I’m not sayin you should go and change your face
But if it bothers you that much you should get a nose job
I’m talking about what lies beneath the black and white
There’s a mass of gray. It is called your brain [...]
So take a look at what you thought was black and white
And you will see that there was nothing there at all

Imani Coppola – Black & White (“The Black & White Album”: Ipecac)

www.imanicoppola.net

PerlentauchgangSparrows Swarm And Sing | O’Shenandoah, Mighty Death Will Find Me

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Obwohl man eigentlich einem interessierten, aufgeschlossenen Musikhörer vorbehaltlos und uneingeschränkt alle Magic Bullet Releases empfehlen kann, gibt es doch kleine Perlen im umfang- und abwechslungsreichen Katalog des Labels aus Fredericksburg, VA, USA. Eine solche herausragende Platte ist meines Erachtens dieses SPARROWS SWARM AND SING Album. Ich weiß gar nicht so genau warum, aber “O’Shenandoah, Mighty Death Will Find Me” hat mich total angefixt! Die Musik ist irgendwie zerbrechlich und wegen der ausufernden Komplexität der Songstrukturen (wenn man überhaupt von solchen reden darf/kann) wenig griffig, aber warscheinlich genau deswegen so ungeheuer spannend. Es wird sich viel Zeit genommen mit Klängen Atmosphäre zu schaffen. Ein kompletter, wenn auch sanfter, Bruch mit Hörgewohnheiten. Einfach anders, aufregend, düster und schön! Wer sich mit Anderem, als ständig Immergleichem auseinanderzusetzen sucht braucht diese Platte!

Sparrows Swarm And Sing – Warm Blood Within [extract] (“O’Shenandoah”: Magic Bullet, 2006)

www.myspace.com/swarmandsing | www.magicbulletrecords.com

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