Pharmakon: Abandon – Konfron­tationskurs

, vor 6 Monaten—Ein inhärentes Bedürfnis Mitmenschen auf konfrontative und unbequeme Weise dazu zu bringen etwas zu fühlen—so beschreibt Margaret Chardiet aka Pharmakon ihren Antrieb Musik zu machen. Ihre harschen Noisekreationen sind präzise und pointiert, jede musikalische Bewegung erfolgt nach klarem Plan und in bitterer Absicht. Mit „Abandon“ greift die gebürtige New Yorkerin auf tiefliegende, rohe Emotionen zu und teilt sie mit ihrem Publikum. Sich von der körperlichen Intensität Pharmakons in Chardiets persönlichen Zyklus von Angriff und Rückzug einweben zu lassen ist ein düsterer, intensiver und fesselnder Nervenkitzel.

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Éliane Radigue: Adnos I-III – Losgelöst

, vor 7 Monaten—Als Assistentin von Pierre Schaeffer erfuhr Éliane Radigue ihre musikalische Sozialisation direkt im Hotspot der Musique concrète. In den 1970er Jahren zog die Französin nach New York, wo sie auf die Ideen der Minimalisten um Steve Reich und des tibetischen Buddhismus traf. All diese Einflüsse fließen in ihren reduzierten und meditativen Drones zusammen. Die elektroakustischen Kompositionen der Adnos-Reihe gehören auch 30+ Jahre später noch zu den Filetstücken des Genres.

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Jozef Van Wissem: Nihil Obstat – Nichts im Weg

, vor einem Jahr—Zwischen diversen Kollaborationen mit Jim Jarmusch holt Jozef van Wissem mit dem neuen Album „Nihil Obstat“ längst vergangene Zeiten in die Gegenwart. Mit seiner schwarzen, maßgefertigten Laute streift er durch vergessene Perioden, übersinnliche Idyllen und mystische Klangräume. Van Wissems ausgefallene Art zwischen Dunkel und Licht instrumental Geschichten zu erzählen beschert einen bizarren Hörgenuß.

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Tim Hecker & Daniel Lopatin: Instrumental Tourist – Obskur & Klar

, Dez. 2012—Den Auftakt zur SSTUDIOS-Reihe des New Yorker Labels Software Recordings bildet die kooperative Improvisation „Instrumental Tourist“ von Tim Hecker and Daniel Lopatin (alias Oneohtrix Point Never). Die beiden Klangtüftler schichten und verknoten, zerhacken und versöhnen, was ihr Arsenal an sythetischen und analogen Klangerzeugern her gibt. Orchestrale Weite (Hecker) und brüchige Erkundungen (Lopatin), karge Flächen und kratzende Texturen, stechende Klarheit und obskures Schimmern werden 55 Minuten lang zu imposanten, abstrakten Drone/Ambient-Konstrukten verwoben.

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Theologian: The Chasms Of My Heart – Abgründe Entdeckt

, Nov. 2012—Lee M. Bartow alias Leech hat eine Vorliebe für herbe Noisekonstrukte aus Dark Ambient, Drone und Industrial. Eine der zahlreichen musikalischen Spielwiesen des Betreibers des Labels Annihilvs Power Electronix ist Theologian. Auf „The Chasms Of My Heart“ hat der gebürtige New Yorker synthetische Wabereien, kratzende Texturen und stampfende Rhythmen equisit zu monumentalen, endzeitlichen Klangwolken zusammengesetzt.

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