
What’s the full name of your label? Which city is the home of your label? Do you run any sub-labels?
Moonlee Records. We operate from two cities: Ljubljana, Slovenia and Zagreb, Croatia. We just started our first sub label Geenger Records.
Why did you choose that name? Which meaning do names of labels have for their work?
There’s no hidden meaning in the name of our label. It’s just plain wordgame – Moonlee is Lemon when you mix the letters and add some extra.
When did you start the label? What where initial motivations, what the initial idea?
We started in 2004. At that time no one was interested to release albums of the bands we were in, so we decided to release them by ourselevs. I bet you heard that story a million times.
How many people do work for the label?
Three.
What criteria decide about whether you release a record or not?
Only two things matter: to like the people in the band and second to love the music they create.
Vinyl, CD or MP3? And why?
All of them. Vinyls are good when you are sitting at your home. MP3′s are good when you are running through the forest or sitting in the train. CD’s are still selling the most. OK?
Which record from your back-catalog represents the label best, aesthetically, ethically and musically?
Analena, “Carbon Based”. Our first release.
Analena – Inconstantinopolis (“Inconstantinopolis”: Moonlee, 2009)
Hitch – This Shallow (“We Are Electric!”: Moonlee, 2006)
Cog – On Volvo (“Course Over Ground”: Moonlee, 2007)






Anfangs ist nur ein seichtes Wellenrauschen zu hören, dazu ein meditativ-repetitives Bassriff, das irgendwie unehrlich Entspanntheit vortäuscht. Ein wenig später setzt die Gitarre mit einer unruhig, naiv-unschuldig wirkenden Tonfummelei ein, die gekonnt mit dem Bass kontrastiert und dadurch der Eindruck von falscher Ruhe noch verstärkt. Das dann wiederum etwas später einsetzende, etwas fahrig verspieltes Schlagzeug bringt eine nervöse Unruhe in den Klangraum, bevor das Stück “Matawan” dann nach etwa anderthalb Minuten zu den Worten “Don’t forget the tide, she asks a heavy toll, her beasts dressed in blue” in ein bedrohliches Rockmonster erupiert. AKIMBO befassen sich auf “Jersey Shores” inhaltlich mit einer zwölf Tage andauernden Serie von Hai-Attacken an der Küste New Jerseys im Jahre 1916. Es ist ihnen auf vorzügliche Art und Weise gelungen die unheimliche Atmosphäre, beklemmende Angespanntheit, die Angst, die Brutalität und die Ungewissheit dieses Ereignisses adäquat in Klang zu transformieren. All die Unbedarftheit, Unschuldigkeit und naive Hilflosigkeit der Menschen, aber vor allem die Eleganz und Brutalität des Tieres finden fast leitmotivisch ihre musikalischen Entsprechungen im Konzeptalbum der Jungs aus Seattle. Diese Scheibe ist, wie der Protagonist der inhaltlichen Handlungsebene, ein wahres Biest! Wie gewohnt verbinden AKIMBO 70s-Heavy-Rock-Riffing mit Stoner-Feeling und einer gehörigen Portion Dreck. Neu im AKIMBO-Klangkosmos ist die atmosphärische Tiefe. Das Album besitzt eine wahnsinnige Dynamik. Mit unglaublich wenig Instrumentarium (ja, die Jungs sind tatsächlich noch immer nur zu dritt, benutzen lediglich Gitarre, Bass und Schlagzeug) werden enorm unterschiedliche Stimmungen erzeugt, dass einem schon allein von dieser Leistung schwindelig werden könnte. Durch das Hinzufügen des thematischen Sinnzusammenhangs, erhalte die Stücke dann noch zusätzlich eine Deutungsebene. Es ist unglaublich welche assoziative Kraft der Klang mit dem Wissen um die konzeptionelle Ebene besitzt. “Jersey Shores” ist keine lose Songsammlung, sondern ein konzeptionell und musikalisch absolut stimmige Vertonung von Naturgewalten, Emotionen und Gedanken. Die quälend beklemmende Grundstimmung der Platte lässt auch den Wechsel von Alternative Tentacles zu Neurot Recordings plausibel erscheinen. AKIMBO scheinen ein extremes Bedürfnis zu haben, sich auszudrücken: in schöner Regelmäßigkeit und in relativ kurzen Abständen veröffentlicht die Band aus dem Nordwesten der USA nun schon seit 2001 ihre Platten. Die hier vorliegende ist bereits die sechste in besagtem Zeitraum. Meiner Meinung nach auch die beste, weil ausgereifteste und stimmungsmäßig spannendste AKIMBO Platte bisher.
Das Trio DEAD ELEPHANT hat Anfang 2008 mit “Lowest Shared Descent” ein ziemlich abgefahrenes, sehr intensives Noise-Inferno auf die Welt losgelassen. Aus wahnwitzigen Distortion-Orgien, atonalem Krach, postapokalyptischen Ambient-Passagen und Psychedelic-Versatzstücken kreieren sie darauf ihre Variante von experimentellen, noisigen Hardcore. Die Musik die Italiener ist ungeheuer vielschichtig, klingt beklemmend und besitz eine enorme künstlerische Ausdruckskraft. Um mehr über die Band und das Album zu erfahren setzte ich mich mit den Jungs in Verbindung und sprach mit Gitarrist und Sänger Enrico Tauraso über das italienisch Polit-Dilemma, heilige Schriften und extreme Sounds.
Unfassbar diese Scheibe! EHNAHRE knallen uns hier eine derart abgefahrene Mischung aus jazziger Improvisationsästhetik, quälender Langsamkeit und purem Death-Metal-Wahnsinn um die Ohren, dass einem sämtliche Körperfunktionen auf der Stelle zu versagen drohen. Die fünf Bostoner, die u.a. bereits bei KAYO DOT und FORCEFEDGLASS (so eine Art CONVERGE-Vorgänger) ihr musikalisches Geschick unter Beweis stellten, bewegen sich mit ihren collagenhaften Krachkonstrukten immer ganz nah an der Schwelle zur Unhörbarkeit. Was immer ein wenig beliebig und zufällig wirkt ist in Wirklichkeit aber gut organisierter Wahnsinn. Die fünf namenlosen Stücke (von “Songs” zu sprechen geht in diesem Kontext irgendwie gar nicht) sind dermaßen voll gepackt mit Lärm, Breaks, Wendungen, Dynamik, Hooks und Klangschichten, sind so reich an Ideen, Sounds, Stimmungen und Gefühlen, dass man einfach wie gebannt die ganzen 40 Minuten über mit dem Ohr am Noise-Inferno hängt und gespannt zuhört, wie sich dieses Biest weiter entwickeln wird. Am Ende findet man sich dann entweder völlig entnervt oder absolut begeistert wieder; eine Position dazwischen ist hier fast nicht möglich. Der pure Wahnsinn! [






















