Thou: Heathen – Der Anfang des Weges zurück zum Sein

, vor 4 Wochen—“Heathen“ ist ein atemberaubender Monolith geworden. Anders als die meisten Sludgebands, die ihre Kraft aus unerbittlichen, schleifenden Attacken beziehen, erzielen Thou deutlich weitreichendere Erhabenheit, da sie sich nicht auf einen spezifischen Sound festlegen und einen Blick für größere Zusammenhänge besitzen. Zwischen mentaler Offenheit, politischer Aktivität und musikalischer Produktivität wachsen in Thous eigenem düsteren Kontext Doom, Punk, Black Metal, Blues, Shoegaze und Drone zu einem lebhaften Organismus mit Tiefgang zusammen. Die Zivilisation ist am Ende und wir müssen jetzt anfangen, einen Weg zurück zum Sein zu suchen, so die dringliche Botschaft, die sich in jedem Aspekt des Albums wiederfindet.

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Kwaidan: Make All The Hell Of Dark Metal Bright – Unstetes Kreisen

, vor 8 Monaten—Das Trio um Andre Foisy (Locrian), Mike Weis (Zelionople) und Neil Jendon lässt mit seinem minimalistischen Ansatz dem Konstrukt Kwaidan viel Raum zur Entfaltung. Gekonnt und elegant erschaffen die Percussions ein Gravitationszentrum, um das verästelte Düstergitarren und wellenartige Synthisounds auf Ellipsen shoegazig unstet kreisen. Fast unbemerkt sickern die subtilen Drones in tranceartige Zustände. Die Namen der beteiligten Musiker versprechen Qualität, das Album löst dieses Versprechen ein.

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True Widow: Circumambulation – Schleichend, schwermütig & meditativ

, vor 9 Monaten—Zwei Jahre nach „As High As The Highest Heavens…“ hat das texanische Trio True Widow mit „Circumambulation“ sein drittes Album veröffentlicht. Unaufgeregt und versiert werden Shoegaze und Doom gekreuzt. Aus fuzzigem Gitarrensound, reduziertem Drumming und stoischer Trägheit entsteht die körnige Basis, über der Dan Phillips und Nicole Estill ihren lamentierenden Gesang ausbreiten. Aus trüben Soundschleiern entstehen schwermütige, meditative Songs.

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Zelienople: The World Is House On Fire – Traumähnliches Sickern

, Feb. 2013—Wie Nebelschwaden, die sich durch diffuse Träume ziehen, umhüllt „The World Is House On Fire“ das Unterbewusstsein. Verwaschene Synthieflächen, ambientige Drones, knurrende Bassläufe und dezente, tief im Mix vergrabene Drums bilden das Fundament des Sounds, dem bizarre Gitarrenschleier und gehauchte Gesänge traumähnlichen Charakter verleihen. Mit der nebulösen Mixtur aus Introversion, Melancholie und Shoegaze bewegt sich das Chicagoer Trio Zelienople in den Gefilden von Slowdive und späten Talk Talk (“Laughing Stock“).

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Boduf Songs: Internal Memo – Nachtlichter

, Dez. 2012—Mit Akustikgitarre und Hauchgesang verwebt Mathew Sweet alias Boduf Songs British Folk und shoegazenden Mystifizierungen. Dezente Percussions führen durch das Dunkel, Klavierfragmente verschärfen die Atmosphäre. Die Zeit zwischen den Alben auf Kranky füllt Sweet üblicherweise mit allerlei Kleinformaten auf diversen Labels –ein Rhythmus, der Anno MMXII von „Internal Memo“ bestätigt wird.

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