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	<title>Klangverhältnisse &#187; SOUTHERN LORD</title>
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	<description>Anmerkungen und Hirnkrämpfe zu Ästhetik von Schall und Rauch. Beiträge zu diversen Erscheinungsformen des kulturellen Phänomens Musik.</description>
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		<title>Thou &#8211; Immer in Bewegung, immer voran</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Mar 2011 21:36:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>klngvrhltnss</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Diskografie von THOU liest sich schon beeindruckend: seit 2007 &#8211; also in den letzten drei Jahren! &#8211; hat die Band aus Baton Rouge, Louisiana nun drei Alben, sechs EPs und acht Split-Releases veröffentlicht. Auf dem unlängst veröffentlichten Langspieler „Summit“ haben die Jungs nach dem von ihnen bekannten und gewohnten Prinzip NEUROSIS-Doom, bluesigen Hardcore und [...]<a href="http://www.klangverhaeltnisse.de" target="_blank">www.klangverhaeltnisse.de</a>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.klangverhaeltnisse.de/wordpress/wp-content/uploads/thou-interview-pic.jpg" alt="thou-interview-pic" title="thou-interview-pic" width="570" height="240" class="aligncenter size-full wp-image-7965" /></p>
<p><strong>Die Diskografie von THOU liest sich schon beeindruckend: seit 2007 &#8211; also in den letzten drei Jahren! &#8211; hat die Band aus Baton Rouge, Louisiana nun drei Alben, sechs EPs und acht Split-Releases veröffentlicht. Auf dem unlängst veröffentlichten Langspieler „Summit“ haben die Jungs nach dem von ihnen bekannten und gewohnten Prinzip NEUROSIS-Doom, bluesigen Hardcore und verschleppte Black Metal-Elemente mit zermürbend walzender Zähigkeit zu einer derben und schlammig-fiesen Soundmasse vermengt. Das ist ihnen derart überzeugend gelungen, dass sich nun die Doom-Avantgardisten von Southern Lord der US-Südstaatler angenommen haben und die Scheibe als Doppel-Vinyl veröffentlichen werden. Neben der erneut respektabel verwirklichten Verklanglichung ihrer Weltsicht, ist es aber vor Allem die beeindruckende Arbeitsethik, welche die Band zu einer positiven Ausnahmeerscheinung in der gegenwärtigen Independent-Klanglandschaft macht. THOU haben eine klare Vorstellung davon was sie wollen und beweisen enorm viel Rückgrat bei der Realisierung dessen. In der erfolgreichen Kombination aus harter Arbeit und querstellender Konsequenz zeigt die Band relativ erfolgreich einen möglichen, gangbaren Weg für DIY-Bands im Post-Label-Zeitalter auf und ist damit so etwas wie ein Musterbeispiel.</strong></p>
<p><strong>Was ist euer genereller Ansatz eine Rock-Band wie THOU zu betreiben?</strong><br />
Wir haben alle einen DIY-Punk-Hintergrund und in diesem Sinne betreiben wir auch die Band: wir haben keinen Booking-Agenten, keinen PR-Beauftragten und keinen Manager. Es gibt weder Sound-Crew noch Tourbus oder Business-Plan. Wir schreiben Musik, an der wir alle Spaß haben. Wir spielen nur solche Konzerte, die wir alle spielen möchten und nur an Orten die wir alle sehen möchten und nur für Leute, mit denen wir alle unsere Zeit verbringen möchten. Im Endeffekt läuft es für uns einfach darauf hinaus, unser Begehren zu befriedigen, Musik zu kreieren, auf die wir alle stolz sind und aus diesem Prozess noch so viel Vergnügen wie nur möglich zu ziehen. Wir fühlen uns nicht wirklich irgendeiner externen Erwartung wie wir zu klingen oder zu handeln haben verpflichtet. Sollten wir uns eines Tages dafür entscheiden lieber eine 311-Cover-Band zu sein, wäre das für uns kein Problem und in Sekunden getan.</p>
<p><strong>Ihr habt seit 2007 insgesamt drei Alben und ein gutes Dutzend EPs und Splits veröffentlicht. Neben den Arbeiten und Aufnahmen zu diesen Scheiben wart ihr ständig auf Tour. All das verlangt gewisse Ressourcen an Geld, Zeit, Energie und Enthusiasmus. Wie könnt ihr euch das leisten?</strong><br />
Mit Hängen und Würgen! Wir haben alle feste Jobs und diese sind wesentlich dafür verantwortlich, dass wir nicht so ausgiebig touren können, wie wir das gerne würden. Statt also sechs Monate am Stück zu fahren, mussten wir bisher immer enorm erfinderisch sein, um so viele Shows wie möglich in extrem kurze, mögliche Zeitfenster zu packen. Wir spielen oftmals zwei Gigs pro Tag, wenn sich diese Möglichkeit während unserer Touren oder kürzeren Wochenendtrips ergibt. Wenn wir nicht auf Tour sind, treffen wir uns im Proberaum, um zu üben, neue Songs zu schreiben oder die Platten zusammen zu stellen. Wir spielen auch viel hier in der Gegend. Alle Mitglieder von THOU sind in mindestens einer weiteren Band, manche zudem als Konzertveranstalter tätig. Ich arbeite auch noch in einem lokalen Infoladen namens The Iron Rail und habe soeben das Label Howling Mine gegründet. Ich denke alle diese Aktivitäten außerhalb der Band demonstrieren unseren Willen und Enthusiasmus etwas zu kreieren. Statt durch das Fokussieren auf nur ein Betätigungsfeld auszubrennen, beschäftigen wir uns mit vielerlei Ideen, Blickrichtungen und Personen und können daraus wiederum Inspiration für THOU ziehen. Das hält uns auf Trab und davon ab fade, ausgelutschte Musik zu machen. <span id="more-7962"></span></p>
<p><strong>Eure düstere, wütende Musik und die Texte legen nahe, dass ihr mit einigen euch umgebenden Dingen nicht so recht einverstanden seid. Wie ist eure Sicht auf moderne westliche Gesellschaften? In welche Richtung bewegt sich die Menschheit?</strong><br />
Ich hoffe die Zukunft, die Menschheit bewegt sich entweder in Richtung seiner vollständigen und vollkommenen Zerstörung oder in Richtung Transzendenz zu einem anarchistischen Utopia. Zum größten Teil sehe ich die westliche Kultur als eine Kultur des ungebremsten Exzesses, der eigennützigen Habgier und der vollständigen Dekadenz. Aber ich habe noch einen Funken Hoffnung, dass wir etwas daran ändern können, bevor es uns tatsächlich gelingt die Menschheit und den größten Teil des Lebens auf diesem Planeten auszulöschen.</p>
<p><strong>Siehst Du Musik nur als Ausdrucksvehikel für Gedanken und Gefühle oder bist Du der Meinung, dass sie durchaus einen wirklichen Effekt auf bestimmte Aspekte des Lebens haben kann? </strong><br />
Für die meisten Leute da draußen ist Musik nichts weiter als ein Hintergrundgeräusch in ihrem Alltag. Ich glaube aber, dass Musik das Leistungsvermögen hat, Leute auf einem tiefer greifenden Level zu beeinflussen; sie kann den Wahrnehmungsradius vergrößern oder neue Ideen und Werkzeuge für den Umgang mit den Schwierigkeiten des Daseins mit auf den Weg geben. Ich glaube nicht, dass Musik als Anleitung für das Leben taugt, aber sie kann mit Sicherheit ein Katalysator für Wandel sein.<br />
<strong><br />
Die visuelle Präsentation von THOU weist eine gewisse Konstanz und Konsistenz auf. Gibt es ein konkretes Konzept hinter diesem Stil? Wenn ja, in welcher Verbindung steht der zur Musik?</strong><br />
Diese allgemeine Ästhetik der optischen Präsentation hat sich über die Jahre entwickelt. Ich veranstalte seit Jahren Konzerte in New Orleans und gestalte dafür immer stark von Daniel Fox beeinflusste Poster. So habe ich im Laufe der Zeit eine enorme Sammlung von Cliparts sowie Abbildungen von Holzschnitzereien und Kupferstichen zusammengetragen; eine Sammlung aus der ich immer wieder gerne schöpfe. Wenn es darum geht, welche Motive wir für eine bestimmte Platte verwenden, dann hängt das einzig von den jeweiligen Themen des Projekts ab. Die einzige Konstante von Album zu Album die ich sehe ist, dass wir uns jeweils auf das Gesamtartwork konzentrieren, statt alles mit Band- und Songnamen voll zu kleistern.</p>
<p><strong>Obwohl ihr selbst das Internet als Werkzeug zur Verbreitung eurer Ideen nutzt, lehnt ihr Massenphänomene wie Facebook, Myspace und Twitter, die mittlerweile auch auf dem DIY-Sektor als wichtige Promotion-Tools akzeptiert werden, rigeros ab. Warum?</strong><br />
THOU ist auf Kriegsfuß mit dem Spektakel, mit Leviathan und mit Social Networking. Unser Problem mit dieser Art Webseiten ist, dass sie eine verwässerte, ungenaue Version von Erfahrung liefern. Anstatt tatsächliche Beziehungen zu Menschen zu hegen, katalogisieren Benutzer auf den von dir genannten Seiten ihre vermeintlichen Freunde sowie ihre im wesentlichen bedeutungslosen Interessen und treten in eine Art Wettbewerb des Hippen, Coolen und Obskuren. Das ist ganz einfach sinnlos und, was noch viel schlimmer ist, lenkt von echten Erfahrungen und Beziehungen ab. Wir haben zwar auch noch eine Myspace-Seite aus älteren Tagen, diese ist aber nur noch Platzhalter für unsere richtige Website, über die wir komplette, werbefreie Kontrolle haben. Wir haben kein Interesse daran unsere Band irgendwie großartig zu bewerben. Uns genügt es aktuelle Informationen und unsere Musik verfügbar zu machen. Wir haben kein Street Team, wir schalten keine Anzeigen, außer um Touren zu promoten, wir wollen nicht tweeten, was wir zum Frühstück gegessen haben. Wir lassen lieber den Inhalt unserer Platten sowie unsere Konzerte sprechen. </p>
<p><strong>Welche Pfade bevorzugt ihr im Internet und warum?</strong><br />
Wir haben eine optisch recht minimalistische Website, auf der wir all unsere Musik, Texte, Informationen über Konzerte, Links zu Reviews und so weiter archivieren. Das Internet  sollte unserer Meinung nach nur als Werkzeug zur Generierung von Wissen und zur Beschaffung von Informationen die im echten Leben nützlich sind dienen. Alles andere ist belangloses Entertainment. </p>
<p><strong>Wer oder was inspiriert euch?</strong><br />
Die Polizei und Politiker überall auf dieser Welt; die massive Rohöldecke, die die Golfküste vor unserer Haustür unkenntlich macht; die Aufrechterhaltung eines körperlich und geistig gesunden Lebensstils; physische und mentale Selbstzerstörung; Freundschaft und Verrat; Missoula, Montana. Außerdem Fiona Apple, Gene Wolfe, THE BODY, FELL VOICES, ASH BORER, KOWLOON WALLED CITY, MOLOCH, Woodsmoke, Feast of Tentacles, Dischord und Vendetta Records.</p>
<p><strong>Ihr habt unlängst ein neues Album veröffentlicht. Was hat sich damit bezüglich Musik, Konzept, Inhalt und externer Wahrnehmung geändert?</strong><br />
Musikalisch empfinde ich „Summit“ als Kumulierung von dem, womit wir auf den EPs experimentiert haben: es gibt viel Melodisches in Kombination mit Monster-Riffs. Ich denke es ist auch ein kleiner Black Metal-Einfluss, als Interpretation des Genres in „unserem“ Kontext, zu vernehmen. Thematisch ist diese Scheibe etwas positiver als frühere Veröffentlichungen. Es ist weniger eine Verächtung der Zustände, als eine Darstellung unserer Hoffnungen und Vorstellungen davon, wie die Dinge sein könnten. Bezüglich der öffentlichen Wahrnehmung kann ich bisher sagen, dass die Leute das Album zu mögen scheinen, was echt ein tolles Gefühl ist, wenn es um die Musik geht, die man selbst so gern hat.</p>
<p><a target="_blank" href="http://noladiy.org/thou.html"  onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/noladiy.org/thou.html?referer=');">noladiy.org/thou.html</a></p>
<p><em>&copy; Beitrag erschienen in <a target="_blank" href="http://www.ox-fanzine.de"  onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.ox-fanzine.de?referer=');">OX #93 (Dez 2010/Jan 2011)</a>.</em></p>
<a href="http://www.klangverhaeltnisse.de"  target="_blank">www.klangverhaeltnisse.de</a>
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		<title>Trap Them: Old Graves Digging The New</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Jan 2011 11:31:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>klngvrhltnss</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Southern Lord haben mit THE SECRET, NAILS, THOU und BLACK BREATH im Jahr 2010 so einige Hardcore-Formationen auf ihren Düster-Dampfer gelockt. Teil dieser Welle ist auch die Chaos-Truppe TRAP THEM aus dem amerikanischen Nordwesten (jetzt mit ex-COLISEUM-Schlagzeuger Chris Maggio an Bord). Mit &#8220;Filth Rotatios&#8221; (LORD115, 2010) legen diese ihr bislang bestes Release vor. TRAP THEM [...]<a href="http://www.klangverhaeltnisse.de" target="_blank">www.klangverhaeltnisse.de</a>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.klangverhaeltnisse.de/wordpress/wp-content/uploads/trapthem_bw.jpg" alt="trapthem_bw" title="trapthem_bw" width="570" height="225" class="alignnone size-full wp-image-6991" /></p>
<p><a href="http://www.klangverhaeltnisse.de/tag/southern-lord/" >Southern Lord</a> haben mit THE SECRET, NAILS, THOU und BLACK BREATH im Jahr 2010 so einige Hardcore-Formationen auf ihren Düster-Dampfer gelockt. Teil dieser Welle ist auch die Chaos-Truppe TRAP THEM aus dem amerikanischen Nordwesten (jetzt mit ex-COLISEUM-Schlagzeuger Chris Maggio an Bord). Mit &#8220;Filth Rotatios&#8221; (<a target="_blank" href="http://www.discogs.com/Trap-Them-Filth-Rations/release/2457384"  onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.discogs.com/Trap-Them-Filth-Rations/release/2457384?referer=');">LORD115, 2010</a>) legen diese ihr bislang bestes Release vor. TRAP THEM klingen hier weiter gereift, was eigentlich bedeutet: Ihr metallischer, durch komplexe und disharmonishce Gitarrenarbeit sowie D-Beat- und Grindcore-Drumming gekennzeichnete Sound kommt nun direkter, fieser, erbarmungsloser, aber auch diversifizierter als je zuvor.  Die am Ende des Songs &#8220;Day Forty: Dead Fathers Wading In The Bodygrounds&#8221; bis zum Erschaudern repetierte Textzeile &#8220;We are the old graves digging the new&#8221; erscheint beinahe wie eine selbstreflexive Zusammenfassung des eigenen Schaffens: In der durch einen zeitgenössischen auditiven Filter geschickten Summierung alter Stile, wie schwedischem Death Metal, britischem Grind, angepisstem Punk und grobem Hardcore, erschaffen TRAP THEM ihren bemerkenswerten, genre&shy;übergreifenden Heavy-Sound.</p>
<p><a target="_blank" href="http://dl.dropbox.com/u/981254/kvhmedia/TrapThem-DayForty-DeadFathersWadingInTheBodygrounds.mp3"  onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/dl.dropbox.com/u/981254/kvhmedia/TrapThem-DayForty-DeadFathersWadingInTheBodygrounds.mp3?referer=');">Trap Them &#8211; Day Forty: Dead Fathers Wading In The Bodygrounds (&#8220;Filth Rotations&#8221;: Southern Lord, 2010)</a></p>
<p>&#8220;Filth Rotations&#8221; ist ein exklusives Vinyl-Only-Release auf Southern Lord. Die einseitig bespielte 12&#8243; kommt mit Artwork und B-Seiten-Etching von <a target="_blank" href="http://www.vberkvlt.com/"  onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.vberkvlt.com/?referer=');">Justin Bartlett</a>.</p>
<p><a target="_blank" href="http://www.trapthem.net"  onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.trapthem.net?referer=');">www.trapthem.net</a> | <a target="_blank" href="http://www.southernlord.com"  onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.southernlord.com?referer=');">www.southernlord.com</a></p>
<a href="http://www.klangverhaeltnisse.de"  target="_blank">www.klangverhaeltnisse.de</a>
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		<title>Thou: Immer In Bewegung, Immer Voran</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 10:52:57 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das Sludge-Kollektiv THOU hat unlängst einen taufrischen Langspieler veröffentlicht. Nach dem von der Band aus Baton Rouge, Louisiana bekannten und gewohnten Prinzip werden auf &#8220;Summit&#8221; NEUROSIS-Doom, bluesiger Hardcore und verschleppte Black Metal-Elemente mit zermürbend walzende Zähigkeit zu einer derben und schlammig-fiesen Soundmasse vermengt. Musikalisch hat das dritte Album der US-Südstaatler also wenig grundlegend Neues oder [...]<a href="http://www.klangverhaeltnisse.de" target="_blank">www.klangverhaeltnisse.de</a>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.klangverhaeltnisse.de/wordpress/wp-content/uploads/thou_press.jpg" alt="thou_press" title="thou_press" width="570" height="275" /></p>
<p>Das Sludge-Kollektiv THOU hat unlängst einen taufrischen Langspieler veröffentlicht. Nach dem von der Band aus Baton Rouge, Louisiana bekannten und gewohnten Prinzip werden auf &#8220;Summit&#8221; NEUROSIS-Doom, bluesiger Hardcore und verschleppte Black Metal-Elemente mit zermürbend walzende Zähigkeit zu einer derben und schlammig-fiesen Soundmasse vermengt. Musikalisch hat das dritte Album der US-Südstaatler also wenig grundlegend Neues oder irgendwie Überraschendes zu bieten. Festzustellen ist jedoch, dass die sechs Stücke wesentlich gradliniger und kompakter daher kommen, als dies auf früheren Releases des Quintetts der Fall war: Es scheint als hätte die Band alle guten Ansätze und Erkenntnisse der letzten Tonträger in diesem einen Album zusammengetragen und verdichtet. Es ist ihnen gelungen die plumpe, offensichtliche Heavyness vorhergehender Veröffentlichungen in emotionale Schwere und subtile Vielschichtigkeit zu transformieren. THOU klingen auf &#8220;Summit&#8221; ausgereifter als je zuvor, bleiben aber dank einer trockenen, rauen Produktion im ästhetischen Untergrund.</p>
<p>Trotz der respektabel verwirklichten Verklanglichung ihrer Weltsicht, ist es aber nicht vordergründig die Musikalität von THOU, sondern vielmehr die beeindruckende Arbeitsethik, welche die Band zu einer positiven Ausnahmeerscheinung in der gegenwärtigen Independent-Klanglandschaft macht. Allein schon die <a target="_blank" href="http://www.discogs.com/artist/Thou+%282%29"  onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.discogs.com/artist/Thou+_282_29?referer=');">Diskographie</a> der Jungs liest sich beeindruckend und zeugt von einem enormen Willen und Drang: seit 2007 haben THOU nun drei Alben, sechs EPs und acht Split-Releases veröffentlicht. Sie haben keine Scheu davor, die Veröffentlichungen zum <a target="_blank" href="http://noladiy.org/thoupast.html"  onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/noladiy.org/thoupast.html?referer=');">Gratis-Download</a> anzubieten und so die Vorzüge des Internets für eine weitreichende Verbreitung ihrer Musik zu nutzen. Sowohl über die <a target="_blank" href="http://noladiy.org/thou.html"  onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/noladiy.org/thou.html?referer=');">Website</a> sowie einen <a target="_blank" href="http://www.foreverdoomed.com/forums/viewtopic.php?f=17&#038;t=2995"  onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.foreverdoomed.com/forums/viewtopic.php?f=17_038_t=2995&amp;referer=');">eigenen Thread</a> im Doom Forever Forever Doomed -Forum werden zudem Neuigkeiten aus erster Hand verfügbar und direkte Interaktion mit der Band möglich gemacht. Auf Facebook, Twitter, Myspace und sonstige Massenphänomene als Mitteilungskanäle verzichten THOU intentional. Das rekrutierte Publikum zahlt diese unaufdringliche, recht persönliche Interaktion auf den stattfindenden Konzerten und Touren mit erhöhten Einnahmen aus Shirt- und Plattenkäufen doppelt und dreifach zurück. Wenn eine Band gut ist und ihre Anhänger gut behandelt, werden diese eben auch gut zu der Band sein.</p>
<p>THOU haben eine klare Vorstellung davon was sie wollen und beweisen enorm viel Rückgrat bei der Realisierung dessen. In der Kombination aus harter Arbeit und querstellender Konsequenz zeigt die Band relativ erfolgreich &#8211; <a target="_blank" href="http://www.npr.org/templates/story/story.php?storyId=128829293"  onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.npr.org/templates/story/story.php?storyId=128829293&amp;referer=');">Die Welt nimmt Notiz!</a> &#8211; einen möglichen, gangbaren Weg für DIY-Bands im Post-Label-Zeitalter auf und ist damit so etwas wie ein Musterbeispiel.</p>
<p><a target="_blank" href="http://dl.dropbox.com/u/981254/kvhmedia/Thou01ByEnduranceWeConquer.mp3"  class="audio" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/dl.dropbox.com/u/981254/kvhmedia/Thou01ByEnduranceWeConquer.mp3?referer=');"><strong>Thou &#8211; Endurance We Conquer</strong> (&#8220;Summit&#8221;: Gilead Media/Southern Lord, 2010)</a></p>
<p>&#8220;Summit&#8221; ist seit dem 10. August 2010 als Gatefold-CD via <a target="_blank" href="http://www.gileadmedia.net"  onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.gileadmedia.net?referer=');">Gilead Media</a> zu haben. Die Vinyl-Version wird demnächst als Doppel-LP via <a target="_blank" href="http://www.southernlord.com"  onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.southernlord.com?referer=');">Southern Lord</a> nachgereicht.</p>
<p><a target="_blank" href="http://www.noladiy.org/thou.html"  onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.noladiy.org/thou.html?referer=');">www.noladiy.org/thou.html</a> | <a target="_blank" href="http://www.gileadmedia.net"  onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.gileadmedia.net?referer=');">www.gileadmedia.net</a> | <a target="_blank" href="http://www.southernlord.com"  onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.southernlord.com?referer=');">www.southernlord.com</a></p>
<a href="http://www.klangverhaeltnisse.de"  target="_blank">www.klangverhaeltnisse.de</a>
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		<title>The Secret, The Lord And The Total Loss</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 01:00:09 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Eine der bemerkenswertesten (und gefühlt beinahe fahrlässig unter&#173;schätztesten) Erscheinungen im abendländischen Krachuntergrund dürfte die italienische Formation THE SECRET sein. Nach dem eher noch beliebig klingendem Metalcore-Debüt &#8220;Luce&#8221; (Goodfellow, GFR030) im Jahre 2004, hat die Band spätestens mit dem 2008er Album &#8220;Disintoxication&#8221; (Goodfellow, GFR-052) unter Beweis gestellt, dass sie außergewöhnliche Qualitäten besitzt. Zu hören gibt es [...]<a href="http://www.klangverhaeltnisse.de" target="_blank">www.klangverhaeltnisse.de</a>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.klangverhaeltnisse.de/wordpress/wp-content/uploads/TheSecret_AlbumCover.jpg" alt="TheSecret_AlbumCover" title="TheSecret_AlbumCover" width="590" height="222" class="alignnone size-full wp-image-5442" /></p>
<p>Eine der bemerkenswertesten (und gefühlt beinahe fahrlässig unter&shy;schätztesten) Erscheinungen im abendländischen Krachuntergrund dürfte die italienische Formation <a target="_blank" href="http://weknowyoursecret.blogspot.com"  onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/weknowyoursecret.blogspot.com?referer=');">THE SECRET</a> sein. Nach dem eher noch beliebig klingendem Metalcore-Debüt &#8220;Luce&#8221; (Goodfellow, GFR030) im Jahre 2004, hat die Band spätestens mit dem 2008er Album &#8220;Disintoxication&#8221; (Goodfellow, GFR-052) unter Beweis gestellt, dass sie außergewöhnliche Qualitäten besitzt. Zu hören gibt es darauf technisch versiertem Songs in ultradickem Soundgewand, die sich irgendwo zwischen Chaoscore der Marke CONVERGE und angepisstem Modern-HC a la CURSED bewegen. Auch live eine absolute Macht.</p>
<p><a target="_blank" href="http://dl.dropbox.com/u/981254/kvhmedia/The%20Secret%20-%20Inferno.mp3"  onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/dl.dropbox.com/u/981254/kvhmedia/The_20Secret_20-_20Inferno.mp3?referer=');">The Secret &#8211; Inferno (&#8220;Disintoxication&#8221;: Goodfellow, 2008)</a></p>
<p>Greg Anderson (SUNN O))), GOATSNAKE, BURNING WITCH, Southern Lord Records, etc.) hat nun <a target="_blank" href="http://http://www.scenepointblank.com/news/9510"  onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/http_//www.scenepointblank.com/news/9510?referer=');">aktuellen Meldungen</a> zu Folge mal wieder seinen extrem guten Riecher für Düsterkrach unter Beweis gestellt und die die Jungs aus dem nord&shy;italienischen Triest unter seine Fittiche genommen! Somit gibt es für die Jungs nun das volle Programm: Godcity Studio in Salem, Produktion mit Kurt Ballou (CONVERGE), Artwork von <a target="_blank" href="http://meditationsinatrament.com/"  onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/meditationsinatrament.com/?referer=');">Thomas Hooper</a> und eine Veröffentlichung via <a target="_blank" href="http://www.southernlord.com/"  onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.southernlord.com/?referer=');">Southern Lord</a>. Das kommende Album wird den Titel &#8220;Solve et Coagula&#8221; tragen und ein Abbild des &#8220;total loss of faith in social system, religion, personal redemption and every institution&#8221; sein.  Ich bin <em>sehr</em> gespannt! </p>
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		<title>Sunn O))) – Low Frequencies In Stereo</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Apr 2009 10:03:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>klngvrhltnss</dc:creator>
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		<description><![CDATA[SUNN0))) lassen dir die Ohren schlackern, mitunter auch die Magenwände flattern &#8211; und sie machen sowieso immer alles ganz anders als der Rest. Zur Information über die Veröffentlichung des neuen Mammutwerkes &#8220;Monoliths &#038; Dimensions&#8221; wurden deshalb dieses mal auch nicht die übliche Promotion-Mühle in Gang gesetzt, sondern die Journalie direkt zur Listening-Session ins Tonstudio geladen. [...]<a href="http://www.klangverhaeltnisse.de" target="_blank">www.klangverhaeltnisse.de</a>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.klangverhaeltnisse.de/wordpress/wp-content/uploads/SUNN0_1573_300dpi.jpg" alt="SUNN0)))_1573_300dpi" title="SUNN0)))_1573_300dpi" width="600" height="400" /></p>
<p><strong>SUNN0))) lassen dir die Ohren schlackern, mitunter auch die Magenwände flattern &#8211; und sie machen sowieso immer alles ganz anders als der Rest. Zur Information über die Veröffentlichung des neuen Mammutwerkes &#8220;Monoliths &#038; Dimensions&#8221; wurden deshalb dieses mal auch nicht die übliche Promotion-Mühle in Gang gesetzt, sondern die Journalie direkt zur Listening-Session ins Tonstudio geladen. Exklusivität und Privileg vereint im ehemaliges Gebäude des DDR-Rundfunk inmitten der trostlosen Abgeschiedenheit einer Ostberliner Industriebrache. In schönstem Studio-Ambiente sirren einem da dann 50 Minuten lang Feedback-Orgien, Instrument-Experimente, Klangkaskaden und Sprachbeiträge um die Ohren, die eher an Werke Arnold Schönbergs erinnern, als an in ähnliche Metal-Ästhetik verpackte Soundkonstellationen. Am Ende der Session wirft ein Kollege ein süffisantes &#8220;Immer derselbe Scheiß&#8221; ein. Man könnte ihm sicher beipflichten und es sich gelangweilt in seinem selbstgerechten Gedankenkonstrukt gemütlich machen, doch irgendwie regt sich im Innern Widerstand, denn irgendwie fasziniert die da gerade gehörte Radikalität der Wucht, die Kompromisslosigkeit der Andersartigkeit, die latente Intellektualität, die da ständig als Gegenpol zur Unterhaltungsindustrie langwellig mitschwingt. Derartige Kompositionen sind eigentlich zu sperrig, als dass sie einem gefallen könnten, vielmehr muss man sie zu  verstehen versuchen. Da kommen dann Diskussionen um die zwischen U- und E-Musik spaltende Axt und deren Sinngehalt ins Spiel, aber auch der Aspekt des eitlen Moments der Selbstberufung in die elitäre Position des &#8220;Verstehers&#8221;.  Diesen Schritt machen einem die beiden Noisesymphoniker Greg Anderson und Stephen O&#8217;Malley mit ihrem neuen Werk auch um einiges einfacher als mit früheren Arbeiten. Die Stücke auf &#8220;Monoliths &#038; Dimensions&#8221; wirken sortierter, strukturierter, aufgeräumter, einfacher zugänglich denn je. Was die Schöpfer des Werkes dazu zu sagen haben, taten sie mir in einem entspanntem Gespräch im Anschluss an die Session kund.</strong></p>
<p><strong>Zunächst mal muss sich sagen, dass mir die neue Scheibe wirklich gut gefällt! Ich finde sie ist viel wärmer, viel zugänglicher als ältere Sachen von euch. Würdet ihr mir da zu stimmen?</strong><br />
Nun, jeder hat dazu seine eigene Meinung. Wir sind immer interessiert an den Reaktionen der Menschen, aber wir werden das nicht weiter kommentieren. Zum Thema &#8220;Wärme unserer Platten&#8221;: Das &#8220;Black Album&#8221; war schon eher kalt irgendwie, wir haben aber vorher auch schon warmes Material produziert. Es ist aber auf jeden Fall nie so, dass wir uns hinsetzen und irgendeine bestimmte Temperatur in die Stücke tragen wollen; das wäre Quatsch. Die unterschiedliche Feelings rühren auch daher, dass wir während der Aufnahmen zum &#8220;Black Album&#8221; an sehr anderen psychologischen Punkten in unseren Leben waren, als wir es bei diesem Album waren. Auch jetzt sind wir schon wieder in einem ganz anderem Zustand. Diese unterschiedlichen emotionalen Qualitäten schlagen sich halt auch immer auf die Musik nieder.</p>
<p><strong>Wann genau habt ihr das Album aufgenommen?</strong><br />
Die Arbeiten daran begannen im Frühling 2007 und wurden vor etwa einem Monat (Januar, A.d.Verf.) fertiggestellt. Wir haben also <span id="more-278"></span>fast zwei Jahre daran herum geschraubt.</p>
<p><strong>Es gibt eine Menge Gastmusiker auf der Scheibe. Welchen Beitrag haben diese zum Gesamtwerk geleistet? Ich hatte beim Hören nämlich das Gefühl, dass die angesprochene Wärme eben genau von diesen zusätzlichen Akustikinstrumenten kommt. </strong><br />
Keine Ahnung wie Du Dinge hörst. Es ist ja ganz klar, dass Leute ihre eigene Perspektive auf bestimmte Verhalte haben. Keine Ahnung welche Ereignisse welche Eindrücke hervorrufen, was in der Erinnerung hängen bleibt. Aus traditioneller Sicht könnte man natürlich so argumentieren, dass akustische Instrumente mehr Geborgenheit signalisieren, als zum Beispiel eine E-Gitarre. Da passiert ja aber enorm viel auf psychologischer Ebene, auf das man gar keinen Einfluss hat.</p>
<p><strong>Aber durften die Gastmusiker jetzt ihren eigenen Teil zum Album beitragen oder mussten die spielen, was ihr wolltet?</strong><br />
Wir haben bei dieser Platte mit einem Komponisten namens Eyvind Kang zusammengearbeitet. Der tritt aber auch als Musiker in Erscheinung. Er hat jedenfalls, auf Basis der Musik die wir geschrieben hatten, die Arrangements für die Gastmusiker erarbeitet. Er war also das Bindeglied zwischen ihnen und uns. Es gibt aber dennoch einige Stellen auf dem Album, wo die Gastmusiker ihre eigene Interpretationen unserer Absichten dargebracht haben. Am Ende des ersten Stückes zum Beispiel, da gibt es diesen Part wo die einzelnen Musiker einfach mit verschiedenen Instrumenten wie French Horn, Klarinette und anderen Blasinstrumenten herumprobiert, mit verschiedene Spieltechniken und Sounds experimentiert haben. Das hat auf jeden Fall zu einem speziellen Feeling am Ende dieses Songs beigetragen und war definitiv so nicht geplant. Aber das Meiste ist schon in Eyvinds Absicht entstanden.</p>
<p><strong>Ihr werdet musikalisch oft mit Metal in Zusammenhang gebracht, was ich irgendwie so gar nicht nachvollziehen kann. Wie denkt ihr darüber?</strong><br />
Wir versuchen gar nicht erst unsere Musik zu klassifizieren. Das schränkt nur ein. Aber wir können sagen, dass wir definitiv Metal-Fans sind und dass das ein Ding ist, mit dem wir eng verbunden sind. Wir zwei sind uns nur durch Metal begegnet, weshalb das einfach ein sehr wichtiges Stück des Puzzles ist, ein Bestandteil von dem was wir tun. Auf der anderen Seite ist es jedoch auch so wie du sagst: diese Klassifizierung simplifiziert das was wir machen viel zu stark. Aber wir schämen uns nicht für Metal, haha! Es ist einfach ein großer Teil von uns. Viel von dem was in SUNN0))) steckt ist einfach vom Metal inspiriert: schon allein die Art wie wir die Gitarren spielen.</p>
<p><strong>Ihr habt auch eine gewissen Punk/Hardcore-Vergangenheit&#8230;</strong><br />
Wir sind einfach riesige Musikfans, mögen eigentlich ich alles mögliche an Musik. Als Kind war Hardrock angesagt, VAN HALEN, ACDC, LED ZEPPELIN, so was. Irgendwann kam dann BLACK SABBATH. Dann Punk und Hardcore. Metal hatte wurde damals übersprungen, aber das war ja sowieso so ein Hardrock-Ableger; METALLICA, MOTÖRHEAD, RAVEN. Es gibt da einfach verschieden musikalische Abschnitte; Jazz, Country&#8230;. Man gräbt einfach immer weiter und weiter und stößt auf immer mehr gute Musik.</p>
<p><strong>Würdet ihr sagen, dass es immer noch Spuren von Punk und Hardcore Ethik und Ästhetik in dem gibt was ihr heute macht?  </strong><br />
Ja, irgendwie schon. Auf jeden Fall in Bezug auf den ganzen Business-Kram und das generelle Auftreten. Wir haben zum Beispiel keinen Manager, wir machen alles komplett alleine. Das hat ganz sicher da seinen Ursprung, dass wir in der Punk und HC-Szene gelernt haben, dass es auch anders geht&#8230;</p>
<p><strong>Ihr betreibt ja auch euer eigenes Label (Southern Lord, A.d.Verf.) &#8230; </strong><br />
Ja, das ist definitiv so was wie die Weiterführung der Ideale, die wir hatten, als wir jünger waren. Diese habe ich definitiv aus der HC/Punk-Szene.</p>
<p><strong>Wo liegt eurer Meinung nach der Unterschied zwischen der Studio-Version von SUNN0))) und einem Live-Konzert?</strong><br />
Es sind beides Teile des selben Biestes, des selben Gebildes. Es gibt da auch eine enge Verbindung zueinander. Die Alben sind mehr wie ein Abbild von der allgemeinen Existenz der Band, während die Live-Auftritte eine aktuelle Zustandsbeschreibung dieser sind. Es geht uns bei Konzerten auf jeden Fall nicht um die bloße Wiedergabe von einmal aufgenommenem Material. Wir wollen nichts exakt, präzise so wiedergeben, wie es aufgenommen wurde. Zu Leben erweckt wird ein Musikstück einfach erst, wenn du es auf der Bühne spielst und zwar nur genau in diesem Moment.</p>
<p><strong>Zum Abschluss dann noch eine aufklärerisch intendierte Frage: Warum habt ihr euch nach der Verstärker-Marke benannt? Habt ihr nie rechtlichen Ärger mit der Firma bekommen?</strong><br />
Haha, Verstärker, das ist genau der Grund! Wir mögen einfach diese Amps und Amps ganz allgemein. Aber es hat auch was mit dem Planeten Sonne zu tun: wir gründeten SUNN0))) ursprünglich unter sehr starker Beeinflussung von EARTH, weshalb sich dieser Name einfach auch symbolisch und als Huldigung anbot. Der Schriftzug hat einfach eine eigne Identität und eine starke Symbolik, so mit visualisiertem Schalldruck und so. Stress hatten wir mit der Amp-Firma nie. Die existiert ja auch gar nicht mehr, wurde so gegen Ende der 1990er an Fender verkauft. Der Typ dem die Firma gehörte baut jetzt glaub ich High-End-Monitorboxen für Studios&#8230;</p>
<p><strong>Okay, dann bedanke ich mich für das Interview. </strong><br />
Vielen Dank dass du da warst und dir die Platte angehört hast!</p>
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